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Schmutz – Unsauber, undefinierbar, unvergleichbar

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Getroffen habe ich Schmutz beim Umsonst & Draußen Festival auf der Stauffenbergallee. Nach ihrem Auftritt sprachen wir über ihre Musik, die Dresdner Szene und darüber, was ihnen als Band wichtig ist.

Schmutz Foto: Johannes Haupt
Schmutz Foto: Johannes Haupt

Drei Worte für den eigenen Sound?

Bei Schmutz kommt die Antwort ziemlich direkt: unsauber, undefinierbar und unvergleichbar.

Dass sich die Band nicht unbedingt festlegen möchte, zeigt sich auch auf der Bühne. Dort sind die Rollen nicht starr verteilt: Die Mitglieder wechseln untereinander die Instrumente – jede*r spielt mal jedes Instrument.

Ein Song, der Schmutz besonders gut widerspiegelt, ist „Planlos“. Inhaltlich finden in ihrer Musik vor allem Dinge Platz, die sonst vielleicht unausgesprochen bleiben: Weltschmerz, Traurigkeit und unausgesprochene Defizite.

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Was denken Leute über euch, was überhaupt nicht stimmt?

Dass Schmutz eine Schulband sei.
Und dass sie cool seien.

Dresden spielt für die Band schon deshalb eine wichtige Rolle, weil sie sich hier kennengelernt haben. Auch die meisten Konzerte finden in der Stadt statt – aus einem ziemlich pragmatischen Grund: Niemand aus der Band hat ein Auto.

An der Dresdner Szene schätzen sie vor allem den Zusammenhalt. Mit ihrer eigenen Musik wollen sie gleichzeitig vermitteln, dass man sein Maul aufreißen darf – und mit dem, was man fühlt und sagt, verstanden werden kann.

Eine Sache ist ihnen dabei besonders wichtig:

Schmutz ist und bleibt eine FLINTA*-Band. Aus ihrer Sicht gibt es noch immer zu wenige FLINTA*-Bands.

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Und was noch?

Am 29. Juli 2026 erschien mit „Jobstress“ ein neuer Song von Schmutz. Darin thematisierten sie, dass nicht alle Menschen das Privileg haben, sich ihre Arbeit oder die damit verbundenen Bedingungen frei aussuchen zu können. Der Song machte den daraus entstehenden Frust hörbar und schaffte Platz für die eigenen Gedanken.

Schnellfragerunde:

Club oder Festival?

Festival.

Studio oder Bühne?

Bühne.

DIY oder Label?

DIY.

Song schnell fertig oder lange feilen?

lange feilen.

Harmonie oder Chaos?

Chaos.

Früh oder nachts aktiv?

Nachts.

Schmutz Foto: Johannes Haupt
Schmutz Foto: Johannes Haupt

Schmutz

Über den Autor

Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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