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Wenn der Park zuwuchert

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Ich glaub, ich steh im Wald. Den Eindruck haben die Leser und Kommentatoren des Neustadt-Geflüsters vermutlich öfter. Aber diesmal stehe ich tatsächlich im Wald. Nein, nicht in der Heide, sondern mitten auf dem Alaunplatz.

Der "Wald" auf dem Alaunplatz - Foto: Anton Launer
Der „Wald“ auf dem Alaunplatz – Foto: Anton Launer

Dieses Foto ist an der Südostecke des Platzes entstanden. Dort tummelten sich einst Kinder. Demnächst sollen hier rotlaubige hochgeastete Gehölze einen Boule-Platz umrahmen (Neustadt-Geflüster vom 20. Januar). Im Moment ist von den geplanten Veränderungen allerdings noch nicht allzu viel zu erkennen. Stattdessen hat sich das Gelände in einen ziemlich stattlichen Unkrautwald verwandelt. Hinter dem alten blauen Eingangstor wächst und wuchert es, als hätte sich die Natur das Stück Alaunplatz längst zurückerobert.

Dabei soll die verwilderte Ecke eigentlich bald ein ganz anderes Gesicht bekommen. Bei der Vorstellung des Projektes war von einem Baubeginn im August 2011 die Rede. Davon ist Ende August noch wenig zu sehen. Das könnte inzwischen knapp werden. Den Bauleuten empfehle ich auf jeden Fall, mindestens einen Sensenmann mitzunehmen. Mit ein bisschen Gartengerät allein dürfte dem Dickicht jedenfalls kaum beizukommen sein.

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Das blaue Eingangstor erinnert an die alte Kita und verwehrt den Zutritt zum Unkrautwald. Foto: Anton Launer
Das blaue Eingangstor erinnert an die alte Kita und verwehrt den Zutritt zum Unkrautwald. Foto: Anton Launer

Wesentlich länger dürfte sich die Westausbreitung des Alaunplatzes verzögern. Denn wie der Neustadt-Reporter der SZ, Tobias Winzer, herausfand, will der Freistaat Sachsen das Gelände vorerst nicht an die Stadt verkaufen. Damit rückt eine schnelle Erweiterung des Platzes erst einmal in weitere Ferne. Die Stadt kann also nicht ohne Weiteres über die Fläche verfügen.

Hintergrund sind die noch ungenauen Pläne, dort das neue Polizeirevier Nord zu errichten (Neustadt-Geflüster vom 29. September 2010). Solange über die künftige Nutzung keine Klarheit herrscht, bleibt damit auch offen, wann der Alaunplatz tatsächlich in Richtung Westen wachsen kann.

Nachtrag 2026

Am Ende ging es dann doch voran, wenn auch nicht überall so, wie es 2011 noch im Raum stand. Die Ostseite war 2012 fertig, die Westseite folgte 2016. Damit wurde aus den damaligen Plänen nach und nach tatsächlich ein größerer Alaunplatz. Das Polizeirevier wiederum siedelte sich nicht hier, sondern an der Stauffenbergallee an.

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3 Kommentare

  1. man könnte doch ein paar affen, elefanten und giraffen ansiedeln, die würde sich dort gut machen.

  2. von hier aus könnte natürlich auch der Fuchs auf Entenjagd operieren :) Den hatte ich übrigens am Albertplatz am Auto vorbei huschen sehen als ich geparkt hatte – Enten gabs da nur nicht mehr :)

  3. Anton: Ich finde es gut, dass du hier darüber in Wort und Bildern berichtest.
    zu: „Das blaue Eingangstor erinnert an die alte Kita und verwehrt den Zutritt zum Unkrautwald.“ Hm, oft gehen Hundebseitzer mit ihren Vierbeinern in den „Unkrautwald“, schließen das Tor hinter sich und leinen dann die Hunde los. Aber auch Gruppen von Jugendlichen gehen manchmal durch das Tor auf das Gelände und verschwinden irgendwie im „Unkrautwald“. Keine Ahnung, was die da treiben. Mich zieht es da nicht rein. Dann stand wiederum das Tor auch tagelang offen, so macht das Gelände einen noch verwahrlosteren Eindruck. Mittlerweile wurden Berge von Erde (?) in den „Unkrautwald“ reingekarrt. @ Anton: Weißt du, wer das Gelände in den Park integrieren soll? Macht das die Stadt/Amt für Stadtgrün selbst oder hat die Stadt dies als Auftrag an eine Firma vergeben?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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