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Tinted House – Zwischen Indiepop und psychedelischen Klangwelten

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Getroffen habe ich Tinted House unter der Woche in der Nähe vom GEH8. Zwischen Proberaum und Vormittagstrubel sprachen wir über Songwriting, Freundschaft und die Frage, warum sich ihre Musik bis heute nur schwer einem Genre zuordnen lässt.

Tinted House Foto: Johannes Haupt
Tinted House Foto: Johannes Haupt

Seit 2016 machen Tinted House gemeinsam Musik. Angefangen hat alles zu zweit in einer WG. Daraus entwickelte sich später das Linie-8-Projekt. Zwischenzeitlich war die Band zu fünft unterwegs, heute stehen sie wieder zu viert auf der Bühne.

Drei Worte beschreiben ihren Sound: experimentell, vielschichtig und psychedelic. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Indiepop und psychedelischen Klängen – bewusst offen und nicht eindeutig einem Genre zuzuordnen.

Auch der Bandname hat seine eigene Geschichte. Früher schauten sich die Bandmitglieder gerne Häuser an und interessierten sich für die unterschiedlichen Lebenswelten dahinter. Die Idee für den Namen entstand schließlich – ganz unspektakulär – im Hot Tub des Nordbads.

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Was inspiriert euch beim Songwriting?

Eigentlich alles, was das Leben mitbringt: Geschichten, Konzerte und Eindrücke aus dem Alltag. Wie der Schreibprozess am Ende genau funktioniert, bleibt für die Band aber selbst ein kleines Mysterium.

Musikalisch lassen sich Tinted House nicht auf einzelne Vorbilder festlegen. Klassische Musik, vielschichtige Arrangements, Operngesang, Hip-Hop und Techno gehören genauso zu ihren Einflüssen. Vor allem begeistern sie Menschen, die sich durch Musik ausdrücken.

Mit Blick auf die Dresdner Musikszene sehen sie vor allem Vielfalt. Es gebe mehr spannende Projekte, als man überhaupt überblicken könne – nahezu jedes Genre sei vertreten.

Und was erwartet das Publikum bei einem Konzert?

„psychedelische Sounds und eine erratische Bühnenperformance.“

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Abseits der Musik verbindet die vier vor allem ihre Freundschaft. Sie ist auch einer der Gründe, warum die Band bis heute besteht. Gemeinsam Zeit zu verbringen, kleine Songideen weiterzuentwickeln, Neues zu erschaffen und die Begeisterung des Publikums zu erleben, motiviert sie immer wieder aufs Neue.

Aktuell arbeitet Tinted House an neuer Musik. Das Ziel ist klar: Richtung August sollen neue Songs erscheinen.

Schnellfragerunde

Bier oder Mate?

Bier.

Bühne oder Studio?

Studio.

Vinyl oder Streaming?

Vinyl.

Chaos oder Struktur?

Struktur.

Indierock oder Indiepop?

Indierock.

Sommerfestival oder Club im Winter?

Club im Winter.

Spontan oder perfektionistisch?

Spontan.

Tinted House Foto: Johannes Haupt
Tinted House Foto: Johannes Haupt

Tinted House

Über den Autor

Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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