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„Wanda“ – Ausstellung zum Lebenswerk von Claudia Reichardt

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Claudia „Wanda“ Reichardt war Galeristin, Kunstvermittlerin und eine prägende Figur der Dresdner Kunstszene. 2021 starb die gebürtige Dresdnerin. Zwei Jahre später übernahm das Stadtarchiv ihren Nachlass. Ab Dienstag gibt eine Ausstellung Einblicke in Wandas Leben, ihr Schaffen und die Dresdner Kunstszene in Zeiten des Umbruchs.

Die Ausstellung rückt das Schaffen und die Biographie von Wanda gleichermaßen in den Fokus.
Die Ausstellung rückt das Schaffen und die Biographie von Wanda gleichermaßen in den Fokus.

Notizen, Gemälde, Zeitungsartikel und Videos erzählen in der multimedialen Ausstellung von Wandas Leben und Arbeit. Dabei kommt sie auch selbst zu Wort: „Scheiß Grenzen … ich will keine Grenzen“ oder „… verdammt bitter, sich in dieser gesellschaft zu einem gescheiterten versuch zu bekennen …“ sind zwei ihrer Aussagen. Mittels KI wurde Wandas Handschrift digitalisiert, sodass ihre Worte nun großformatig an den Wänden zu lesen sind.

Zu DDR-Zeiten bewegte sich Wanda in der kulturellen Untergrundszene Dresdens. Ihr umfangreicher Nachlass dokumentiert dabei nicht nur ihre eigene Biografie, sondern auch eine Stadt im Wandel. „Den Nachlass von Claudia Reichardt in seiner Fülle so auszuwerten, wie es mit der Ausstellung gelingt, ist eine Seltenheit und gibt nicht nur biografische Einblicke in das Leben von Wanda, sondern spiegelt zugleich Dresden in Zeiten der Transformation wider“, sagt Thomas Kübler, Leiter des Stadtarchivs.

Thomas Kübler, Leiter des Stadtarchivs.
Thomas Kübler hebt Details der Ausstellung hervor.

1985 übernahm Claudia Reichardt die Leitung des Studentenclubs „Wendel“ an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK). Ein Jahr später organisierte sie erste Ausstellungen in der Villa Marie am Blauen Wunder. 1990 zogen die letzten Mieter und Künstler dort aus. Wanda blieb der Dresdner Kunst- und Kulturszene jedoch verbunden und arbeitete bis zu ihrem Tod 2021 in der Stadt weiter.

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Die Ausstellung zeichnet damit nicht nur das Porträt einer Galeristin und Kunstvermittlerin, sondern ein Stück jüngerer Dresdner Kulturgeschichte. Das Rathaus würdigt Reichardt als eine Persönlichkeit, „die die Dresdner Kunst- und Kulturszene für mehr als ein Jahrzehnt maßgeblich geprägt und weit darüber hinaus gewirkt hat“.

Mittels KI wurde die Handschrift von Wanda digitalisiert. Markante Aussagen zieren die Wände.
Mittels KI wurde die Handschrift von Wanda digitalisiert. Markante Aussagen zieren die Wände.

Die Ausstellung im Stadtarchiv ist bis Ende Januar zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Wanda Claudia Reichardt im Stadtarchiv

  • Elisabeth-Boer-Straße 1, 01099 Dresden
  • Geöffnet ist Montag von 9 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, Mittwoch von 9 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr
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