Getroffen im Sektor – während im Hintergrund Lichttechnik installiert und Dekoelemente für die nächste Party vorbereitet werden.

Geht Steil ist seit etwa fünf Jahren musikalisch aktiv – als DJ unterwegs in verschiedenen Clubs, Kollektiven und Kontexten. Der Sound: zwischen House, Techno, Trance und Frenchcore – mal schneller, mal atmosphärischer.
Drei Worte, mit denen sie ihre Musik beschreiben würde:
Geht immer steil. (wie auch sonst)
& Dresden?
Wer vernetzt ist, findet viele Möglichkeiten. Die Clublandschaft sei vielfältig, doch gleichzeitig verändere sich einiges – der Underground wird kleiner, manche Räume verschwinden, und die Bewegung in Richtung Mainstream ist spürbar. Die Szene ist im Wandel – mit Chancen, aber auch Herausforderungen.
Langfristige Ziele?
Einmal auf einem großen Festival auflegen und eine FLINTA-Party organisieren, bei der ausschließlich FLINTA auflegen und gestalten. Erste Schritte dahin gibt es bereits – mit Konzept, Struktur und Raum. Nachtrag: Die erste von ihr organisierte Flinta Only Party hat am 14. Mai im Sektor stattgefunden.
Stilrichtung?
Genregrenzen spielen für Geht Steil keine große Rolle – Musik ist eher ein Werkzeug, Räume zu schaffen, statt sich in Stilen festzulegen.
Wünsche:
Mehr Diversität – insbesondere in Bezug auf Gender und POC – sowie offenere Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden können. Strukturen müssten zugänglicher, weniger exklusiv sein.
Artists, mit denen die Zusammenarbeit gut wäre?
Eloisa und Carotin

Dresdner Acts, die man laut ihr auf dem Schirm haben sollte, sind:
Carotin, Labuktu, sraj.musc, newschema und Druckausgleich – alles Projekte, die mit Energie und Haltung auffallen.
Welche Orte und Kollektive sind für sie essenziell?
Sektor Evolution, der Alte Leipziger Bahnhof, das Kollektiv SektGabis sowie Riot Rhythms. Sie stehen für alternative Clubkultur, für sichtbare Vielfalt, aber auch für DIY-Strukturen abseits etablierter Wege.

Über den Autor
Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster wird in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier veröffentlichen.
- Johannes Haupt betreibt zwei Instagram-Kanäle: Auf www.instagram.com/haupt_motiv gibt es sein komplettes Portfolio zu sehen, die Interviews veröffentlicht er auf www.instagram.com/sounddcheck



















