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Fahrgärtchen in der Sebnitzer Straße entfernt

Seit einiger Zeit bereichern die „Fahrgärtchen“ genannten Fahrradanhänger die Straßen der Neustadt mit Sitzgelegenheiten und Hochbeeten. Nun hat die Stadt einen Anhänger aus der Sebnitzer Straße entfernt.

Der Fahrradanhänger mit der Aufschrift "Fahrgärtchen" wird unter den wachsamen Augen der Behörden entfernt. Foto: Privat
Der Fahrradanhänger mit der Aufschrift „Fahrgärtchen“ wird unter den wachsamen Augen der Behörden entfernt. Foto: Privat

Am 25. März zersägte und beseitigte die Stadtreinigung bereits das in der Fichtenstraße geparkte „Verkehrswende-SUV“, ein Lastenrad-Anhänger der Initiative Verkehrswende Dresden. Nun ist auch eines der Fahrgärtchen der Ordnungsbehörde zum Opfer gefallen. Mehrere Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung entfernten den Fahrradanhänger unter Aufsicht des Ordnungsamtes aus der Sebnitzer Straße. Er diente dort als Sitzgelegenheit. Die Fahrgärtchen seien fahrbereite Zugvorrichtungen, argumentierte die Initiative Prießnitzstraße im Sommer vergangenen Jahres (Neustadt-Geflüster vom 5. Juli 2025).

Mobile Sitzgelegenheiten und Beete in der Neustadt: Die Fahrgärtchen

Fahrgärtchen, auch Beet-Bikes genannt, sind mobile Fahrradanhänger, die unter anderem von der Gruppe Verkehrswende Dresden gebaut und am Straßenrand auf Parkplätzen abgestellt werden. Zu finden sind sie in der Äußeren Neustadt, im Hechtviertel sowie in Pieschen. Dabei blockieren sie nicht nur Autostellplätze, sondern schaffen zugleich Raum für Menschen. Auf Fahrgärtchen mit Sitzgelegenheiten kann man sich erholen; Varianten mit Beeten können begrünt und bepflanzt werden. So sollen sie zur Luftqualität und zur Aufwertung des Straßenbildes beitragen. Am Bau sind regelmäßig Interessierte, Freiwillige und Anwohner*innen beteiligt.

Bemalt und bepflanzt: das Fahrgärtchen in der Prießnitzstraße begrünt die steinigen Parkplätze und Insekten als Lebensraum. Foto: Sebastian Diehl
Bemalt und bepflanzt: das Fahrgärtchen in der Prießnitzstraße begrünt die steinigen Parkplätze und dient Insekten als Lebensraum. Foto: Sebastian Diehl

Ist es erlaubt, Fahrräder auf Stellplätzen zu parken?

„Nach gängiger verkehrsrechtlicher Auslegung gelten Fahrräder und Fahrradanhänger als Fahrzeuge“, teilt die Initiative mit. Damit unterlägen sie grundsätzlich denselben Regeln für das Parken im öffentlichen Raum wie etwa Autos, denn öffentliche Parkflächen stünden im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauchs allen Fahrzeugarten zur Verfügung. Eine Nutzung sei dann eine genehmigungspflichtige Sondernutzung, wenn der Verkehrszweck eindeutig überschritten wird.

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Das Ordnungsamt sieht das anders und stuft die abgestellten und bepflanzten Zuggefährte als „Gegenstände“ ein. Dafür müsste eine Sondernutzungserlaubnis beantragt werden.

Der Streit um den öffentlichen Raum

Es entstehe der Eindruck, „dass Engagement nur dann erwünscht ist, wenn es von oben gesteuert wird – nicht aber, wenn es aus der Stadtgesellschaft selbst kommt“, sagt der Pressesprecher der Initiative, Noah Wolu, zur vorangegangenen Zerstörung des „Verkehrswende-SUV“. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum einerseits Beteiligung und Aufenthaltsqualität gefördert werden sollen, während selbst geschaffene Orte der Begegnung entfernt oder sogar zerstört werden.“ Wolu verweist dabei auf die Planungen zur Louisenstraße: Dort sollen Pflanzkübel aufgestellt werden (Neustadt-Geflüster vom 24. Februar 2026).

Noch letzten Sommer fuhr der "Verkehrswende-SUV" bunt geschmückt durch die Dresdner Neustadt. Foto: Verkehrswende Dresden
Noch letzten Sommer fuhr der „Verkehrswende-SUV“ bunt geschmückt durch die Dresdner Neustadt. Foto: Verkehrswende Dresden

Das Thema beschäftigte am vergangenen Montag auch den Stadtbezirksbeirat Dresden-Neustadt. Mit einem umfangreichen Fragenkatalog möchte der grüne Stadtbezirksbeirat Torsten Abel klären, wann, wo und wie Fahrzeuge im öffentlichen Raum abgestellt werden dürfen.

Am Rande der Sitzung sagte er gegenüber Neustadt-Geflüster, es sei merkwürdig, dass das Verkehrswende-Gefährt entfernt werde, während die Fahrradständer in der Neustadt mit unbrauchbaren Altfahrzeugen überquellen und diverse andere Fahrzeuge auf den Fußwegen stehen dürften. Der Rat beschloss, die Fragen (hier als PDF) an den Oberbürgermeister weiterzuleiten.

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Aktivismus für einen lebenswerteren Stadtteil

Verkehrswende Dresden ist eine politische Aktionsgruppe, die sich seit 2018 für die Verkehrswende in Dresden einsetzt. Die Aktivist*innen machen mit öffentlichkeitswirksamen und kreativen Aktionen auf den Veränderungsbedarf aufmerksam. Das Aktionsspektrum reicht von Demonstrationen über Bildungsangebote bis hin zu künstlerischen Aktionen und urbanen Interventionen. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf einer autofreien und lebenswerten Neustadt.

Infotafeln klären Neugierige über den Zweck der Fahrradanhänger auf. Foto: Sebastian Diehl
Infotafeln klären Neugierige über den Zweck der Fahrradanhänger auf. Foto: Sebastian Diehl

33 Kommentare

  1. Es ist bewundernwert, mit welcher schwejkschen Tapferkeit die Verkehrswende-Quijotes der Öffentlichkeit und der Verwaltung die absurde Bevorzugung von Autos aufzeigen. Weiter so!

  2. Was möchten diese Behörden mit dieser Willkür eigentlich erreichen? Noch mehr Frust in der Bevölkerung? Ganze Wohnviertel sind monatelang mit Wohnwagen und Wohnanhängern vollgeparkt und behindern die Sicht beim Queren der Fahrbahn. Aber hier muss mit allen Mitteln durchgegriffen werden? Auf welcher gesetzlichen Grundlage?

    Wäre das Abstellen und Bepflanzen eines überlangen Tiefladers okay?

  3. Schön wär, wenn die Gärtchen und Bänkchen die blockieren täten, die die Entscheidungsträger sind und nicht den unterbezahlten Vater von 3 Kindern, der unglücklicherweise auf den Parkplatz angewiesen ist, weil der öffentliche Nahverkehr unbezahlbar einerseits und -ganz besonders- andererseits unattraktiv ist, weils seinen Arbeitsweg auf 50 Minuten verdoppelt und die Abholzeiten der Kita so nicht mehr einhaltbar sind. Verkehrswende ja, aber bitte mit sinnvollen und guten Alternativen.

  4. Warum spricht Herr Diehl von „blockieren“, wenn er von einem geparkten Fahrradanhänger schreibt? „Blockieren“ parkende Autos auch? Und wenn ja, wen oder was? Die Menschen?

  5. Sehr gern dürfen dauerparkende Busse oder Transporter ebenfalls entfernt werden. Als auf ein Parkplatz angewiesener Pendler ohne Möglichkeit der ÖPNV-Nutzung (2h anstatt 40min für eine Strecke) ist die Zustellung von Parkraum mit Gerümpel ebenso genau unfreundlich.

  6. @Jonna: Es ist immerwieder spannend wie sofort die bedürftigsten anzunehmenden Sonderfälle rausgekramt werden. Da kann ich mitmachen:
    Müssen die Neustädter mittragen, dass der arme Mann unterbezahlt wird, drei Kinder versorgen muss und seinen Lebensalltag anscheinend nur bestreiten kann indem direkt vor der Haustür ein Fahrzeug zur ständigen Verfügung steht.
    Es ist eine spannende Diskussion ob seine persönlichen Bedürfnisse über die der Neustädter stehen. Da gibt es viele die sich wünschen, dass ihre Kinder mehr als einen 1,50m breiten Fußweg zu Schule zur Verfügung haben, der auch noch mit Mülltonnen, Restaurantstühlen, Werbeschildern, auf dem Weg parkenden Autos usw. zugestellt ist. Oder die, die sich wünschen, dass ihre Kinder nicht 2m auf die Straße laufen müssen um dann ihren Kopf zwischen zwei Blechlawinen rauszustrecken.
    Oder jene, die mit Rollstühlen nicht mehr zwischen den parkenden Autos durchpassen. Und da ist noch gar nicht das Thema Lärm- und Abgasbelastung angesprochen. Wieso müssen wir das akzeptieren?
    Ich mag die Aktionen der Initiative. Die Neustadt verdient weniger Individualverkehr und mehr Sicherheit und Lebensqualität für alle.

  7. Warum muss man Streit provozieren unter dem Vorwand mehr Pflanzen in die Straßen zu bringen? Wenn jeder seinen Balkon und/oder Garten und/oder Fensterbrett nutzen würde, um insektenfreundliche Pflanzen zu pflanzen? Die paar Dinger auf einem Wagen zwischen Autos bringen reichlich wenig. Die Dinger mit Sitzplatz sehe ich nie besetzt. Menschen, die sich setzen wollen, tun das im Park, Café,…

  8. So wenig sozial dauergeparkte Busse sind, so wenig sozial sind durch mit Hundescheiße garniertem Schrott blockierte Parkplätze.
    Nicht jeder ist mit Homeoffice oder schneller ÖPNV-Anbindung seines Arbeitsplatzes gesegnet. Manche Leute sind tatsächlich auf das ganz doll böse Individualgefährt angewiesen.
    Ich habe noch nie nie nie jemanden auf dem sog. Fahrgärtchen sitzen sehen, aber mich oft geärgert, dass man abends nach der Arbeit keinen halbwegs nahen Parkplatz mehr bekommt, nur weil jemand Autos blöd findet. Meine Empfehlung bei weiteren Schrotthaufen auf der Straße: Macht es wie ich und schreibt der Stadtreinigung eine E-Mail. Die kümmern sich dann darum.

  9. Richtig so, das sind immer noch PKW-Anhänger und haben somit ohne Zulassung im öffentlichen Verkehrsraum nichts zu suchen.

  10. Die Stadtreinigung SRD ist ja nur beauftragte Ausführende, aber nicht die anordnende Ordnungsbehörde. Dieses „Ordnungsamt“ ist hier der Beauftragte für Ordnungs und Sauberkeit im Bezirk Neustadt. Das ist unter dresden.de leicht zu finden – mit Kontakt. Bei Tag24 war der Zuständige sogar entlarvend fotografiert worden. https://www.tag24.de/dresden/lokales/verkehrswende-dresden-ausser-sich-riesenzoff-um-werbe-lastenrad-3486045
    Der Vorwurf daß die Zuständigen für Ordnung und Sauberkeit zu wenig gegen Schrottfahrräder unternehmen, besteht schon länger. Es wurde auch immer weniger, was an Schrotträdern tatsächlich entsorgt wird. Eine Erklärung oder Rechtfertigung dieser Amtsstelle ist nie erfolgt und ist weiter dringend überfällig. Daher wirkt es nun sehr seltsam, wenn plötzlich Wille, Zeit und „Kapazität“ für stringentes Vorgehen doch möglich sind – allerdings ausgerechnet gegen Fahrgärtchen.
    Richtig ist weiterhin, daß viele unregulierte Dinge ständiges Ärgernis sind. Wie z.B. Mülltonnen stets auf Gehwegen und Feuerwehrzufahrten, während alles mit Blech zugeparkt ist. Oder im Falle der Sebnitzer Straße: es fehlen sichtbar etliche Baumscheiben samt Bäumen, warum wird die Allee nicht vervollständigt? Warum werden einzelne Parkplätze nicht zu Mülltonnenstandorten abmarkiert? Wo ist die jeweilige Radabstellung vor dem Haus (wie beim Auto) möglich? Die Bügel“bestellung“, die seitens des Bezirksamtsleiters groß angekündigt war, endete ja umgehend als Rohrkrepieren. Usw. usf. Eine gute Verwaltungsarbeit hat überall viel Luft nach oben, schließlich kosten uns diese Amtspersonen hunderte Mio Steuergeld pro anno.

  11. Sinnlose Aktionen generieren teure Reaktionen. Teuer aber nur für die, die Steuern zahlen. Also meist nicht für die, die solches Gerümpel aufstellen.

  12. Also ich wäre dafür anstatt der Anhänger die Bereiche für Fahrräder zu reservieren. Fahrradständer mit Überdachung wäre ideal.
    Dann würde die Gehwege weniger mit Fahrädern zugestellt und jeder hätte etwas davon.

  13. sehr guter Vorschlag, lass uns das machen Marcus! Bauantrag stellen und los geht’s! Wenn die Fahrräder vom Trottoir verschwinden, ist schon viel Platz gewonnen. Dann muss nur noch Eierschnecke die Mülltonnenstellplätze abmarkieren, dann ist echt mal Raum auf deren Fußwegen geschaffen. lasst uns das gleich am kommenden Samstag in der Neustadt durchziehen!

  14. Ernst gemeinte Frage: Müssen in Dresdner Parkraumbewirtschaftungsgebieten für auf der Straße abgestellte Fahrräder eigentlich Parkscheine gezogen werden. Wenn ja: Waren diese in den genannten Fällen gültig und gut sichtbar angebracht?

  15. Schöne Aktion mit unpassender Reaktion.

    Man darf immer darüber debattieren was sinnvoll und nützlich ist, allerdings immer mit dem nötigen Gleichbehandlungaspekt, den sehe ich hier leider nicht gegeben.
    Wenn ich in der Neustadt umherschweife, dann sehe ich zuhauf abgestellten Unrat und damit meine ich auch das Nutzen von Stellplätzen für Fahrzeuge, die offensichtlich längere Zeit nicht bewegt wurden, weil die Nutzung auf 1-2 Ausfahrten beschränkt ist.
    Zusätzlich möchte ich sagen, das niemand gezwungen ist, sich seinen Arbeitsweg so weit weg wie möglich vom Wohnort zu suchen.
    Der Umkehrschluss ist dann, das niemand ein Recht auf Parkplatz besitzt, wenn er keinen privaten Parkplatz sein eigen nennt.

    Alle Parkplätze sind für alle Fahrzeuge gedacht, hier darf es keine Vormachtstellung geben.

  16. Meister Böhm hast Du schon mal davon gehört, dass es um Sitzplätze ohne Konsumzwang geht? Es gibt Menschen, die sind nicht so mit Kohle gesegnet, dass sie jedesmal wenn sie verschnaufen wollen, sich einen Kaffee leisten können. Und es gibt Menschen, die müssen öfter mal Verschnaufen, als der „Mainstream“. Für die brauchts im urbanen Raum Sitzgelegenheiten, wegen der Gerechtigkeit.
    Klingt komisch, ist aber so.

  17. @MehrPlatzFürAlle: Was hebt denn die Wünsche nach breiteren Wegen über die Interessen von Anderen? Weil es Kinder sind? Wenn du die ein oder andere Personengruppe über die andere stellst, sollest du deinen Namen hier ändern: #MehrPlatzFürKinderAufDemWegVonOderAusDerSchule oder #MichKotzenAutosAnUndDaIchKeinsBesitzeIstEsLeichtAndereDafürZuverurteilenDasSieIrgendwoParkenMüssenAuchWennStraßenUndParkplätzeEingeschlossenSchonSeitAnfangDerBebauungVonStädtenDazugehörten

    Wenn du für dich und deine Kinder die romantische Vorstellung á la „unsere kleine Farm“ verwirklichen willst, mit Schulwegen über Wiesen und Felder ohne motorisierte Fahrzeuge, maximal mit der Gefahr von einem Pferdegespann überrollt zu werden, solltest du einfach aus der Großstadt aufs Land ziehen…

  18. @Schwerbehinderter ich musste im Park noch nie was zahlen;)
    bevor man sich die Zeit zum Meckern nimmt, bitte auch Zeit zum genau lesen nehmen. Und ja, es gibt außerdem noch viele andere Möglichkeiten zum Verschnaufen.

  19. Wunderbar, wie sich manche anmaßen, für „die Neustädter“ zu sprechen. Die Lebenswirklichkeit anderer Menschen wird dabei konsequent ignoriert…oder gleich aktiv erschwert. Stattdessen wird ihnen unterstellt, sie hätten einen „besonders weit entfernten“ Arbeitsplatz.
    Mit großen Worten wie „viele“ schmückt man sich dann, um sich einer vermeintlich überwältigenden Mehrheit zuzurechnen. Und natürlich ist es ganz furchtbar, wenn das Goldlöckchen nur 1,50 m Platz hat, um zur Schule zu laufen. Von den apokalyptischen Mülltonnen ganz zu schweigen…..oder den angeblichen, kilometerlangen und haushohen Fahrzeugwänden. Da kann selbstverständlich niemals, unter keinen Umständen, irgendein Kind oder sonst jemand die Straße überqueren. UNMÖGLICH. Wirklich ganz, ganz schlimm.

    Und all das dient dann ernsthaft als Begründung, um ein Beet in den Verkehrsraum zu setzen?!

    Wen diese urbanen „Zustände“ derart überfordern, dem steht es frei, den Wohnort zu wechseln. Anderen die eigene Lebenswirklichkeit abzusprechen, ist dagegen schon eine bemerkenswerte Haltung.

  20. Ich finden den Vorschlag mit dem Platz für Mülltonnen gut.
    Müll wird von jedem produziert. Auf Gehwegen geht jeder. Hat jeder etwas von.

    Alle anderen Vorschläge (Einschließlich meiner mit den Radstellplätzen) bevorzugt irgend eine Gruppe und benachteiligt dafür andere.

    Ich wäre übrigens bereit für das Abstellen meines Rads in den Parklücken zu bezahlen. Woran wird der Preis festgemacht? Volumen? Gewicht? Wäre wahrscheinlich jeweils ein 100estel des Anwohnerparkausweises für Auotinhaber.
    Das wäre okay.

  21. vielleicht sollte man fussgänger nur zu bestimmten zeit aus den häusern lassen, dann könnte frau in der zeit auch den fussweg zum parken nutzen und müsste nicht so weit zur wohnung laufen. ich verstehe gar nicht was die fussgänger immer wollen, können doch auch auto fahren oder auf der strasse laufen oder auf den dächern der autos, gell?

  22. Grundgütiger, ich bin ja erschüttert hinsichtlich dieser Diskussion, in der keiner so recht zu erkennen scheint, worum es hier geht. Bewusstsein nämlich darum, was wir als sich in der Regel ökologisch, soziologisch und schlicht auch zwischenmenschlich oder gar egoistisch schädlich oder eben förderlich erweisendes Verhalten erachten. Argumentativ sehe ich hier leider den Egoismus in absoluter Mehrheit und im Vordergrund, und ja, es mag mir Ekel erregen, was allerdings allein darin keinen Anspruch ergibt, mit meiner Meinung Recht haben zu müssen.

    Ich wünsche der Initiative aber dennoch von Herzen, sich die Idee parkberechtigter (zulassungspflichtiger) und gern bunt bepflanzter Mobile mal durch den Kopf gehen zu lassen. Im Rahmen der Initiative sollte es dann auch kein Problem sein, Dauerparkkarten zu erwirken und gerne hier und da in unserem Viertel weiterhin Zeichen zu setzen. Ich möchte gar nicht auf die drei Wohnwagen zu sprechen kommen, die irgendwo im Viertel stehen, aber eben auf eine Sensibilisierung des Einzelnen, ob es solcher Dinge wie eines Haufens Schrott für eine halbjährliche Ausfahrt tatsächlich bedarf. Nun, es ist sehr angenehm, in manchen Dingen durch bewusstes Entscheiden und Handeln eben ein schlicht gutes Gewissen bei sich zu haben. Trotz Arbeit in Vollzeit, mehreren Kindern und weiterer Engagements.

  23. Ich (selber Autofahrer, Radfahrer, ÖPNV-Nutzer, Fußgänger) könnte mich jedesmal schlapp lachen, wenn ich mitbekomme, wie manche am Rad drehen, wenn irgendwo ein Parkplatz wegfällt, eine Straße schmaler wird, eine Durchfahrt entfällt o.ä.. Wird da doch einfach das ius divinum auf ungehinderte PKW-Nutzung in Abrede gestellt. Wo kommen wir hin …
    Vergesst die Betablocker nicht!

  24. Ich würde zuerst im Weg stehende Aufsteller und vor allem fest installierte Tische und Stühle vor den vielen Läden auf den Fußwegen entfernen. Das hat der hat derart überhand genommen, dass man kaum noch auf dem Fußweg laufen kann. Gott behüte, man ist auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen. Kannst du vergessen. Vor Jahren hatten wir mal vom Elternrat der Grundschule aus für einen freien Schulweg gekämpft. Letztlich sind wir an den unterschiedlichen Zuständigkeiten von Ortnungsamt und Gewerbeamt gescheitert. Heute noch zu bewundern neben vor und dem Thalia. Hippes draußen rumsitzen ist wichtiger als sicherer Schulwege. Der Tattoo Laden an der Bautzener Ecke Pulsnitzer hat es auch noch nicht hinbekommen, die bekloppten fest installierten Tische zu entfernen.

    Der ganze Mist müsste weg, bevor man überhaupt darüber nachgedacht, mobil Beete zu entfernen.

  25. …wenn Dachflächen nicht mit Solar belegt sind würden sich hier grosse Potentiale eröffnen, um nicht in der eigenen hässlichen Wohnung rumgammeln zu müssen… #primelnfürsdach
    ..;-)

  26. Sehr gut. Das einzige Ziel dieser Fahrgärtchen-Aktivisten ist es, Parkplätze zu blockieren und die Anwohner maximal zu nerven.

  27. Wir müssen glaube ich erstmal klären, wer „die Anwohner “ sind sonst kommen wir in dieser Diskussion nicht weiter. Hier sprechen immer wieder Leute in meinem Namen , obwohl ich die Welt ganz anders sehe. Also mich regt vor allem Dingen die ruhende Blechkarawane auf, die sich im Viertel niedergelassen hat.

  28. @Jonk: Das du im Elternrat bist, finde ich gar nicht verwunderlich. Das konnte ich bei deinem Kommentar direkt erahnen… nicht nur Frau Müller muss weg sondern eben auch die unzähligen, sich zu Barrikaden auftürmenden Sitzgelegenheiten von steuer- und gebührenzahlenden Gastronomen!

  29. Ich sehe auf dem Bild keine weiblichen Personen und frage mich, wofür „Mitarbeiter*innen“ geschrieben wurde…

  30. So, jetzt Geld zusammenlegen, einen fetten Pick-up Truck kaufen, auf der Ladefläche einen Garten anlegen und für ein paar Monate dort abstellen. Dann abwarten und dokumentieren, was passiert.

  31. @Monsieur Calvin Candie

    Natürlich kann man alles ins Lächerliche ziehen. Man kann sich insbesondere über Eltern lustig machen, die mal versuchen an bestehenden Zuständen etwas zu ändern.

    Mir ging es ja doch darum zu zeigen, dass ein Engagement meist an unklaren Zuständigkeiten der Behörden scheitert und an Unwillen.

    Bitte schau dir folgende Stelle an: Dort sind Tische fest (!) installiert, obwohl gegenüber ein Verkehrsschild steht.

    https://goo.gl/maps/tCayHaiWGQdnyEk29

    Das Problem wurde von der Behörde auch sofort erkannt und vor allem anerkannt! O-Ton: „Die erforderliche Restgehwegbreite von 1,20 m ist nicht gewährleistet.“

    Das Gewerbeamt hatte die Genehmigung dafür erteilt, das Ordnungsamt kann nichts machen, und das Verkehrsamt kann das Schild nicht umstellen. Auch klappbare Tische wurden vorgeschlagen. Alle Vorschläge liefen ins Leere. Das demotivierend und führt dazu, dass sich am Ende niemand mehr für irgendwas interessiert.

    Das alles ist viele Jahre her, doch sieht es heute dort noch genauso aus. Wenn noch ein Fahrrad an dem Schild angeschlossen ist, kommt gar keiner mehr durch.

    Normalerweise geht das ja so:
    1. Problem erkennen
    2. Problem anerkennen
    3. Lösung erarbeiten
    4. Umsetzen

    Du scheiterst an Punkt 1 oder 2 die Behörden an Punkt 3 oder 4.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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