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50.000 Euro für Pflanzen und Bänke für die Louisenstraße

Mit großer Mehrheit hat gestern der Stadtbezirksbeirat Neustadt für die Förderung der Testphase auf der Louisenstraße in Höhe von 50.000 Euro gestimmt.

In dem Abschnitt der Louisenstraße sollen im Sommer Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel aufgestellt werden. Foto: Archiv Anton Launer
In dem Abschnitt der Louisenstraße sollen im Sommer Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel aufgestellt werden. Foto: Archiv Anton Launer

Seit Anfang 2024 wird die Umgestaltung der Louisenstraße geplant, zum Auftakt gab es eine umfangreiche Bürgerbeteiligung (Neustadt-Geflüster vom 13. März 2024). Als vor rund acht Jahren das östliche und das westliche Ende der Louisenstraße im Bestand saniert wurde, gab es großen Widerspruch von Anwohner*innen, Gewerbetreibenden und aus der Lokalpolitik. Damals hatte das Amt einfach saniert, ohne die Anwohnenden zu fragen (Neustadt-Geflüster vom 29. Juni 2018).

Daraufhin beschloss der Stadtrat, für die restliche Sanierung der Louisenstraße die Bürgerschaft mit einzubeziehen. Aktueller Stand ist, dass es in diesem Sommer auf dem Abschnitt zwischen Alaun- und Rothenburger Straße eine Testphase geben soll. In dieser sollen erste Planungsbausteine zur Begrünung, Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Verkehrsberuhigung erprobt werden. Diese Phase umfasst die Möblierung des Abschnitts mit Kübel- und Sitzelementen sowie temporären Pflanzflächen.

Kosten der Stadtmöblierung

  • Baustein A Pflanzkübel (mit und ohne Sitzauflage) 3 Stück, inkl. Bepflanzung und Pflege, ca. 28.400 Euro
  • Baustein B Sitzelemente (Sitz- und Lehnenbank) 2 Stück, ca. 15.400 Euro
  • Baustein C temporäre Pflanzflächen, ca. 6.200,00 Euro
  • erforderliche Summe für die Umsetzung: ca. 50.000 Euro
In dem Bereich zwischen Rothenburger und Alaunstraße soll die "Sommerstraße" eingerichtet werden. Grafik: Stadtverwaltung
In dem Bereich zwischen Rothenburger und Alaunstraße soll die „Sommerstraße“ eingerichtet werden. Grafik: Stadtverwaltung

Dem Stadtbezirksbeirat Johannes Schwenk (CDU) platzte angesichts dieser Kosten in der Sitzung der Kragen. „Wir schießen hier 50.000 Euro für fünf Pflanzkübel in den Wind“, sagte er und fragte, ob man das nicht günstiger machen könne, evtl. mit Patenschaften in der Neustadt. André Zschoge vom Stadtplanungsamt erläuterte, dass es sich um Sonderanfertigungen handele. „Das sind sehr anspruchsvolle Standorte, die Straße ist überhitzt“, sagte er. Die Elemente müssten gewisse Rahmenbedingungen wie Haltbarkeit im öffentlichen Raum erfüllen. „Das ist nicht vergleichbar mit einem Pflanzkübel aus dem Baumarkt“, so Zschoge.

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Torsten Abel (Grüne) drückte seine Freude darüber aus, dass es nun endlich losgeht und fragte, inwieweit die Nutzbarkeit der Louisenstraße dadurch eingeschränkt werde. Außer dass ein paar Stellplätze wegfallen, werde die Nutzbarkeit der Straße nicht eingeschränkt, erläuterte Zschoge. Tina Siebeneicher (Grüne) betonte, dass der Beteiligungsprozess schon lange sei. „Wir wussten, dass die Finanzierung durch den Stadtbezirk angefragt wird, sie ist nun sogar geringer ausgefallen als geplant.“

Am Ende stimmten fast alle Stadtbezirksbeiräte für das Projekt, Charlotte Brock (Die Partei) enthielt sich, Katharina Kern und Johannes Schwenk von der CDU stimmten dagegen, ebenso Julia Sasse (Team Zastrow) und Hans-Jürgen Zickler (AfD). Unmittelbar nach der Abstimmung verschickte die CDU noch eine Pressemitteilung und betonte, dass es sich bei diesem Projekt um die Vernichtung von Steuergeld handele. Besonders irritierend sei, dass die Verwaltung keine Vergleichsangebote eingeholt habe.

Soll saniert werden: die Louisenstraße - Foto: Anton Launer
Soll saniert werden: die Louisenstraße – Foto: Anton Launer

21 Kommentare

  1. Mal wieder Geldverschwendung für grüne Symbolpolitik. Die Pflanzen tun mir jetzt schon leid, die werden nach kürzester Zeit eingehen.

  2. Geil – 50.000€ für Pflanzenkübel die nach 2 Wochen wahlweise kaputt oder vollgemalt sind. Ich habe sonst keine großen Schnittmengen mit der CDU, aber hier kann man Herrn Schwenk leider nur zustimmen.
    Und noch ein Hot Take: mit dem Geld hätte man den einen oder anderen Kinder-, und Jugendtreff unterstützen können. Irre….

  3. War nicht auch mal die Rede davon, dass der Bereich der Louisenstraße zwischen Rothenburger und Martin-Luther/- Kamenzer Straße verkehrsberuhigt oder umgestaltet werden soll? Ist diese Idee damit vom Tisch oder kann man weiterhin darauf hoffen?

  4. Hallo Loppalu, umgestaltet werden soll der Bereich auf jeden Fall, ob verkehrsberuhigt oder wie bisher bei Tempo 20, ist derzeit unklar. Dieser Abschnitt ist jedenfalls nicht Teil der für dieses Jahr geplanten Testphase.

  5. ich freue mich darauf, endlich ein anfang. im augenblick ist die louisenstrasse eigentlich nur parkplatz und autostrasse, die fuss- und müssiggänger werden auf viel zu kleine gehwege gesperrt.

    sparen wir eine spur an der carolabrücke ein und schon ist auch die richtige umgestaltung der strasse möglich.

  6. Herr Schwenk ist ja noch jung, aber seine CDU ist ja maßgeblich dafür verantwortlich, daß man in Dresden nahezu keine vernünftige moderne nachhaltige Stadt- und Verkehrspolitik machen konnte und kann. Hier muß man quasi erst über den Umweg einer „Prüfphase“ und einem erhofften Aha-Lerneffekt gehen, um mal eine Straße zeitgemäß und den Nutzungsansprüchen gerecht umzugestalten. Normalerweise baut man gleich und ohne zu murren die Straße um, wo ist das Problem?
    Herr Schwenk ist hierbei etwas wackelig, denn erst kürzlich brachte er den guten und richtigen Vorschlag vor, die Alaunstraße an den Wochenenden zu (auto)beruhigen. Hier nun wieder Populismus. Ok, Herr Schwenk ist noch jung, aber er sollte auch für die Louise ruhig umschwenken. Wir wollen den Schwenk-Schwenk sehen, und 50T€ ist heutzutage fast nix.

    Was hats denn mit den „pot. Baumstandorten Herbst 2026“ auf sich? Die können ja nicht einfach gepflanzt werden, wenn später eh die ganze Straße noch drankommt.

  7. Was ist mit den Folgekosten?
    – Wer kümmert sich um die Entstandhaltung/Reinigung?
    – Wer Gießt regelmäßig?
    – Wer Zahlt das Wasser?
    – Was passier im Winter? Werden die Pfanzen zwischengelagert, wenn ja, wo und zu welchen Preis?

  8. Hoffentlich sind die Verantwortlichen schlau genug und wählen Pflanzkübel wo der volltrunkene Nachtschwärmer sich gut festhalten kann, um sicher
    hineinkübeln zu können. Die derart vollgekübelten Pflanzenkübel wären dann wenigstens für die Schattenwirtschaftler der illegalen Drogenindustrie als Bunkeranlage nicht mehr nutzbar.

  9. So es ist wohl echt der blanke Hohn man könnte dieses Geld auch einfach mal verwenden um wirklich was Gutes zu bewirken diese Pflanzenkübel und Wohlfühloasen sind, sind nicht unbedingt du was die Straße bräuchte oder das Viertel das Viertel bräuchte viel mehr Angebote für Jugendliche wie z.B ein wirklich schöner Skatepark mit all was ein Skatepark so brauch und nicht bloß für Skateboardfahrer sondern auch für Inlineskater also das heißt in der Regel, und was noch so dazu gehört ich verstehe es nicht warum die Jugend einfach nicht in ihrem Freizeitangeboten gefördert wird guckt euch doch diese Jugend an entweder sind sie total in ihrer entwicklung gestört oder sie sind rich Kids und können sich das alles einfach leisten aber es gibt auch viele wirklich viele die diese Möglichkeit einfach nicht haben bis auf sie werden kriminell und fangen an irgendwelche Sachen zu machen um sich dieses komische kneipen und gewinnorientiertes Viertel zu ertragen nun ich selber bin 88 geboren und bin froh dass es damals den x-pack im Industriegebiet gab ich selber habe schon mit glaube sieben oder acht Jahren angefangen in line Gegend zu gehen statt in den abgefuckten Ruin der Neustadt irgendwelche Scheiße mit irgendwelchen Jungs zu machen dies hat mich eigentlich bis zu einem gewissen Alter auch wirklich geschützt und ich war echt nicht der unbedingt bravste und gesetzespreußte in der Zeit aber durch das inlineskaten in der Halfpipe auf der Funbox und so weiter habe ich eine Alternative zu diesem Straßenleben gehabt also f**** eure Pflanzenkübel das bringt sowieso nicht und tut was für die Jugend und baut endlich einen wirklich ordentlichen Skatepark der nicht bloß für Skateboardfahrer ist.

  10. , es tut mir leid für diesen Schreibstil aber ich habe es alles nur schnell diktiert da ich fassungslos war und einfach in rage daher verzeiht mir das das bitte und ja 197199 forever und da es mittlerweile ja auch nicht das Problem ist ist oder sein sollte dass dieser park ja auch etwas abseits von Wohngebäuden den könnte ich glaube hier geht’s der Stadt eher bloß darum dass sich keiner dafür verantworten will ach und PS diese autofreien Sohn und so weiter und so fort von freitags bis sonntags haben wir damals schon gefordert erst mit Worten dann mit Nachdruck und dann würden wir verdrängt und gespalten und vertrieben man nennt es ja die heutige Neustadt gegen die damalige Neustadt ist einfach kein Vergleich es ist ein komplett neues konzept daraus entstanden und nichts mehr mit Eigenverwaltung oder irgendwelchen anderen Sachen hier geht es einfach nur um eine sache und zwar um Geld punkt aus

  11. @ML, was hast Du denn genascht, daß Du so verzweifelt, so niedliche Fragen stellst? Die Frage nach der Bezahlung der Folgekosten ist doch klar. Die übernimmst Du, wie alle anderen Bürger dieser Stadt auch. Aber mach Dir mal nicht soviel Sorgen. Du bist lediglich Eine/Einer von Fünfhunderttausendeinhunderteinundziebzigfünfhundertzehn Menschen dieser Stadt.

  12. @der halt von hier und so weiter, ich versuche zu verstehen was Du sagen möchtest. Ich glaube (ungefähr) zu
    erkennen, was Du meinen könntest. Dennoch die Frage: Wie soll denn ein ordentlicher Skaterpark, der nicht nur für Skateboardfahrer konzipiert ist, aussehen?

  13. ich lese immer,die Fusswege sind zu kleinFrage mich immer ,wie das früher funktioniert hat, mit Rücksichtnahme eventuell? Wenn man den Verkehr beruhigen möchte, wäre es sinnvoll die Neustadt nur für Anwohner befahrbar zu machen plus Anlieferung. da verliert die Stadt aber eine Menge an Parkgebühren und genau aus diesem Grund wird das nicht stattfinden.

  14. 50.000 Euro für paar Kübel und Bänke. Das ist natürlich ärgerlich. Ich hätte denen das Zeug für 40.000 Euro besorgen können.

  15. Is dor alles Schaißendreck! Wird dor eh nüscht! Solln das! Nunu, und was das kostet! Hat dor alles keen Sinn! Sin die bleede!?! Nehm dor alle Drogn! Un vorkoofen das Zeuch überall un ständsch. Solln ma arbeetn! Had dor keen Sinn, eh alles dreggsch. Wehe meine Garre muss dort weg. In die Gübel wird dor eh nur neigegöbelt. Weil die Radfahror immor bei Rohd farhn und keene Regeln kenn‘. Schbladz glei!

  16. Für mich sieht das durchdacht aus. Die Louisenstraße braucht grün und irgendwo muss man ja anfangen.

  17. Un dor Sgäidor sollde erschdemol zur Schule gähn, als emmorzu ä neien Sgaidorporg ze forlangen. Und liebor Pädor Matschedings, do sin noch viel zu viele hardde Gonsonandne in deim Geschreibsel. Gähd ja gor ni.

  18. Finde ich richtig gut. Erhöht definitiv die Aufenthaltsqualität der Louisenstraße und sieht tausendmal schöner aus als geparkte Autos.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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