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Linken-Anfrage: Brückenabriss günstiger

Mit jeder Anfrage wurde es günstiger: Nach aktuellen Angaben belaufen sich die Abrisskosten für die Carolabrücke auf 29,5 Millionen Euro. André Schollbach, Linken-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, hat im September und Dezember 2025 sowie im Februar 2026 bei der Verwaltung nachgefragt, wie teuer der Abriss der Carolabrücke ist.

Eingestürzte Carolabrücke vor Altstadtkulisse im April 2025 - Foto: Anton Launer
Eingestürzte Carolabrücke vor Altstadtkulisse im April 2025 – Foto: Anton Launer

Während die Antworten im September und Dezember voraussichtliche Kosten von zunächst 32, dann 31,5 Millionen Euro skizzierten, betragen die Kosten für den Abriss nun nach Angaben des Ersten Bürgermeisters Jan Donhauser (CDU) 29,5 Millionen Euro. Das geht aus der Linken-Anfrage AF1152/26 hervor, nachzulesen im Ratsinformationssystem der Stadt Dresden.

Aufteilung der Kosten

Die Summe von 29,5 Millionen Euro teilt sich in mehrere Positionen auf.

  • Für den Abriss von Zug C fallen 6 Millionen Euro an.
  • Sofortmaßnahmen, Zustandsfeststellungen und Verkehrsführungen schlagen mit 3 Millionen Euro zu Buche.
  • Der Abriss der Züge A und B inklusive Nebenkosten kostet 20,5 Millionen Euro.
Abriss-Arbeiten an der Carolabrücke im Januar 2025 - Foto: Archiv Anton Launer
Abriss-Arbeiten an der Carolabrücke im Januar 2025 – Foto: Archiv Anton Launer

Hinweis auf kommende Diskussionen

„Man muss es sich einmal bewusst machen: Fast 30 Millionen Euro waren nötig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen“, sagt Schollbach. Dies sei eine enorme Summe für Dresden. In den kommenden Wochen sollen verschiedene Varianten für den Wiederaufbau der Carolabrücke diskutiert werden. „Dabei sollten alle Beteiligten nicht nur die Größe der Brücke, sondern auch die Höhe der Kosten im Blick haben“, so Schollbach.

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Carolabrücken-Einsturz und Abriss

Am 11. September 2024 war in den frühen Morgenstunden der sogenannte Zug C (über den einst die Straßenbahnen fuhren) eingestürzt (Neustadt-Geflüster vom 11. September).

Bei dem Unglück wurde niemand verletzt. Allerdings wurde die Brücke so stark beschädigt, dass in der Folge auch die Züge B und A abgerissen werden mussten (Neustadt-Geflüster vom 11. Dezember 2024).

Die Carolabrücke soll wieder aufgebaut werden. Im Juni 2025 (Neustadt-Geflüster berichtete) entschied sich der Stadtrat mehrheitlich für eine Brücke mit vier Autospuren. Aktuell entwickeln vier Planungsbüros Entwürfe für die Brücke. Der Baubeginn wird frühestens 2028 sein.

Aktuell kommt die Elbe zwischen Carola- und Rathenauplatz ganz ohne Brücke aus. Foto: Archiv Anton Launer
Aktuell kommt die Elbe zwischen Carola- und Rathenauplatz ganz ohne Brücke aus. Foto: Archiv Anton Launer
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13 Kommentare

  1. „Man muss es sich einmal bewusst machen: Fast 30 Millionen Euro waren nötig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen“, sagt Schollbach. Und: „Dabei sollten alle Beteiligten nicht nur die Größe der Brücke, sondern auch die Höhe der Kosten im Blick haben“, so Schollbach. Also sollte man die Kosten für den Abriss der nächsten Carolabrücke jetzt schon berücksichtigen? Oder was bedeutet diese Äußerung? Hauptsache wieder mal wichtig getan? Und dann die herrliche Überschrift: „Linken-Anfrage: Brückenabriss günstiger“ Und die Schlußfolgerung: „Mit jeder Anfrage wurde es günstiger: Nach aktuellen Angaben….“ NEIN. Mit jeder geprüften und freigegebenen Rechnung bzw. Schlußrechnung der einzelnen Gewerke, Planer etc. ergibt sich ein neuer Gesamtstand. Und wenn der kleine Rechtsanwalt nicht die Verwaltung mit immer neuen sinnlosen Anfragen blockieren würde, wäre der endgültige Schlußrechnungsstand vielleicht schon da.

  2. Sehr schön. Also im Prinzip nur noch ein paar Mal nachfragen und dann lässt sich mit dem eingesparten Geld eine neue Brücke nur für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und ÖPNV bauen. Wunderbar!

  3. Liebes „Kleine Anfrage – kleine Antwort“, der Diskussionskultur ist es nicht dienlich, sich jedes Mal einen neuen Nicknamen auszusuchen. Außerdem macht es Dich nicht größer, wenn Du andere „klein“ nennst.

  4. @Anton Launer
    Ach du lieber Himmel, haben wir wieder eine multiple Persönlichkeit im Forum? Dann kann ja das lustige Spekulieren beginnen! Ich persönlich vermute als gemeinsamen Nenner eine latente Aggression, das Unvermögen logischer Gedankenschritte und dessen Kompensation durch Rumpöbeln. Mir fielen da ein, zwei Beiträge aus der letzten Zeit ein…

  5. Das is alles eine Frage des Marketings. Die Brückle liegt ja hinten beim Schlachthof hinterm Leipziger Bahnhof. Wir brauchen nur n paar (frei)willige Pegida-Demonstranten, die „die Brücke muss weg“ skandieren, dann können wir das Teil als Dresdner Berliner Mauer gewinnbringend veräußern.

  6. Schon bewundernswert, dass die alten Steinbrücken besser halten wie diese ganzen Betonbauten zumal die alten Brücken wesentlich mehr hergeben, sowohl Optisch besser ins Stadtbild passen als auch tragfähiger sind. Hätte .an ja damals schon berücksichtigen können. Und fortschrittliches Aussehen allein des Fortschritt-willens hat noch nie etwas gebracht, aber anscheinend Wurde mehr auf fortschrittliches Aussehen geachtet als auf fortschrittliche Sicherheit damals neim Bau. Und wenn es eine neue Brücke geben sollte dann baut doch bitte eine Alte Brücke die wesentlich mehr Tragkraft hat und vorallem wartungsfrrier ist wie Beton. Außerdem würde sie auch besser ins Stadtbild passen wodurch der Panoramablick schöner wäre was wiederum mehr Besucher anzieht und somit definitiv schnell das Geld für den Neubau zusammenkommen würde. ( Meine Meinung, muss nicht jeder Teilen)

  7. Keine Ahnung ob es schlecht oder besonders kreativ ist, wenn man hier mehrere Nicknamen verwendet. Aber ich kann mit den Aussagen des genannten Stadtratsmitglieds auch wenig anfangen. Ist es jetzt schlecht, dass es billiger geworden ist? Oder liegt es daran, dass man von der üblichen Praxis abgewichen ist: Ursprünglich hätte man besser 1 Mio. € geplante Kosten angeben sollen damit man am Ende sagen kann, uppsi es sind nun doch 29,5 Mio. € geworden. Was dies mit der neuen Brücke zutun hat erschließt sich mir auch nicht. Oder möchte er das eingesparte Geld nun einbringen? Warum der Abriss überhaupt so viel kostet wäre wohl eher eine Anfrage wert. Nicht von der Hand zu weisen ist, dass Herr Schollbach gerne Anfragen stellt. Manchmal auch nicht ganz uneigennützig:

    https://www.bild.de/regional/dresden/mdl/ober-linker-nervt-landtag-mit-privat-problem-41461006.bild.html

  8. bitte sechspurig wiederaufbauen – mit parkspur und bockwurst/eierschecke stand auf der brücke für touristen auf der durchfahrt von berlin nach prag.

    ich würde den stand auch betreiben.

  9. @Monsieur Calvin Candie: Nu nu, die Bild als Hüterin der Demokratie. Ich klick doch da nicht drauf, Erbrochenes fasst man nicht an.

  10. @kleine Anfrage
    „Mit“ hat als Präposition mehr als nur diese eine instrumentelle (das Mittel bezeichnende) Bedeutung. Wer klugscheißen will, sollte Recht haben, sonst wird’s peinlich.
    Und vielleicht ist dieser Artikel aus der DNN (https://www.dnn.de/lokales/dresden/experte-steffen-marx-fuer-zweispurige-carolabruecke-in-dresden-geht-locker-H366KYUILZCWXCY462YKMVN2DY.html) für einige hilfreich, die Aussagen von Herrn Schollbach zu kontextualisieren („Man muss es sich einmal bewusst machen: Fast 30 Millionen Euro waren nötig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen“ und „Dabei sollten alle Beteiligten nicht nur die Größe der Brücke, sondern auch die Höhe der Kosten im Blick haben“ im Kontext von „Auch dass Deutschland grundsätzlich fahrlässig mit Brücken umgehe, also die Bauwerke auf Verschleiß fahre statt instandzuhalten, dann abreiße, neu baue und damit viel Geld verschwende, betonte er oft“).

  11. @Monsieur Calvin Candie:

    Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann wurde das Problem damals durch die Entfernung der „Anlieger frei“ Schilder gelöst. :D

  12. @Randhecht: Ja genau so ist es gekommen. Spricht man in so einem Fall vom klassischen Eigentor? Ich glaube ursprünglich wurde auch gegen die Veröffentlichung eines Bildes des Wohngebäudes rechtlich vorgegangen, am Elbhang schätzt man eben Privatsphäre.

    @Spatz: Ich würde unterstellen, dass die Mehrheit für den Erhalt von vorhandener Bausubstanz ist, als Abreißen und neu bauen zu müssen. Im öffentlichen Raum möchten sicher viele derzeitig gelebten Konzept (Baue auf und reiße nieder, so hast du Arbeit immer wieder) weg – außer vielleicht die gut verdienenden Bauunternehmen. Der Erhalt der Infrastruktur ist ja ein grundlegendes Problem über Orts- und Landesgrenzen hinaus. Bei der Carolabrücke war und ist jedoch der Drops gelutscht. Und es waren sich alle Experten einig: die Brücke muss weg. Eventuell werde ich bereits altersmilde oder typisch Mensch liegt es am Gewohnheitstier, aber tatsächlich tangiert es mich nicht mehr ob die nun zwei Spuren hat oder wir direkt eine Stadtautobahn errichten oder ob das ganze nur eine Fußgängerbrücke wird oder wir einen Tunnel bauen oder gar nur ein Denkmal aufstellen und es im Status quo belassen. Je länger es dauert, desto mehr gewöhnt man sich daran. Sollte man sich auf einen Neubau einigen, ist das Kassensparmodell eventuell zu kurz gedacht. Lieber hat man für den Fall der Fälle 4 Spuren, von der man eben 2 mit Sitzgelegenheiten a la Louisenstraße sperrt, als nach Fertigstellung festzustellen, dass man doch zu klein gedacht hat. Diese Erkenntnis muss nicht direkt entstehen. Wenn wir auf Erhalt und langfristige Lösungen setzen kommt die Erleuchtung eventuell erst in 50 Jahren – wir haben ja alle keine Glaskugel. In Anbetracht des aktuellen Weltgeschehen ist auch die Befahrbarkeit für schwere bewaffnete Vehikel nicht von der Hand zu weisen!

  13. @ Monsieur Calvin Candie (4. März 2026 um 13:40 Uhr)
    Zu Herrn Schollbach habe ich keine Meinung und ich kann nicht einschätzen, ob er sich jetzt so viel anders verhalten hat als z.B. ein anderer Politiker in Bezug auf die Zollhofpläne, deswegen sag ich mal nix dazu.
    Zur Bildzeitung als Quelle hätte ich zwar schon eine Meinung, aber da sag ich trotzdem auch nix dazu.
    Interessant finde ich dagegen die Frage nach Posten unter verschiedenen Pseudonymen. Besonders kreativ ist das Ausdenken von mehr oder weniger originellen Namen ja nicht wirklich, weshalb ich Ihnen zustimme: Dann isses wohl schlecht!
    Ich kann wirklich keinen guten Grund entdecken, warum man sich hinter verschiedenen Pseudonymen verstecken sollte, wenn eines vollkommen ausreicht. (Es gibt einen Grund, aber das ist halt kein guter: Wir hatten im Schwester-Magazin pieschen-aktuell mal einen Spezialisten, der sich berufen fühlte, unter verschiedenen Namen Stimmung gegen eine Brückenquerung beim Watzke zu machen und eine Fähre an dieser Stelle propagierte. Die unrühmliche Krönung war, dass er sich dann auf eine vermeintliche Mehrheit der Fährbefürworter im Forum berief. Das war dann auch dem damaligen sehr geduldigen Herausgeber zu viel und die diversen Tarnnamen wurden als zu einer Adresse gehörig publik gemacht.)
    Bei @ Kleine Anfrage… glaube ich allerdings nicht, dass dies seine Absicht ist. Ich hab da nur eine Wette mit mir selbst am Laufen, welche anderen Pseudonyme er wohl noch hat. Die Kriterien hab ich weiter oben schon gelistet…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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