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Wegen Köni-Ausbau: Tinten-Füll-Station zieht um

In der Tinten-Toner-Tankstation am Bischofsweg herrscht diese Woche noch einmal besonders reges Treiben. Denn ab Montag wird der Weg für die Kundschaft länger. Der Drucker-Nachfüll-Experte zieht in die Johannstadt auf die andere Elbseite.

Der Umzug ist schon vorbereitet. Foto: Anton Launer
Der Umzug ist schon vorbereitet. Foto: Anton Launer

Seit fast 25 Jahren befüllt Sven Schröder hier im Bischofsweg 8 Patronen für Tintenstrahldrucker und erneuert Kartuschen für Laser-Drucker. Nun zieht er um. „Es ist wegen der Baustelle Königsbrücker Straße“, sagt er. Die soll laut Ankündigung drei Jahre dauern, Schröder befürchtet, dass es dabei nicht bleiben wird. „Wie soll die Kundschaft dann zu mir kommen?“, fragt er. Und auch die Zeit nach der Sanierung sieht er nicht besonders rosig. „Wenn ich die Pläne richtig lese, gibt es dann keinen Parkplatz mehr vor der Tür“, stellt er fest.

Also hat er sich umgesehen und auf der anderen Elbseite in der Johannstadt, auf der Pfotenhauerstraße 57, ein neues Domizil gefunden. Aktuell hat er hier schon fast alles ausgeräumt, am Sonntag soll der Umzug stattfinden und schon am Montag öffnet er dann in der neuen Umgebung.

Seit fast 25 Jahren füllt Sven Schröder gebrauchte Tintenpatronen wieder auf. Foto: Anton Launer
Seit fast 25 Jahren füllt Sven Schröder gebrauchte Tintenpatronen wieder auf. Foto: Anton Launer

In der langen Zeit, die Schröder hier aktiv ist, hat sich die Umgebung verändert. Rundherum ist eine internationale Food-Meile entstanden, um die Ecke erst hat kürzlich die dritte Pizza-Five-Filiale eröffnet. Auch sein Geschäft hat sich verändert. Während früher dauernd Kund*innen in der Tür standen, sind sie heute seltener geworden. Schröder ist dennoch überzeugt, dass sich das Patronen-Auffüllen für die Kundschaft noch immer lohnt. Gegenüber dem Neukauf könne man da ordentlich sparen, sagt er.

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Ein bisschen traurig sei er schon. „Ich mache diese Woche hier jeden Handgriff zum letzten Mal“, sagt er. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Aber drüben habe er mehr Platz bei weniger Miete und die Kund*innen, mit denen er gesprochen hat, wollen auch in die Johannstadt kommen. Nun, das kann man dann auch mit einer Fährfahrt und einem Biergartenbesuch kombinieren. Eine Nachnutzung im Bischofsweg 8 ist auch schon geplant. Nach Schröders Informationen will hier eine Physio-Therapie einziehen.

Tinten-Toner-Tankstation

Ab Montag in der Johannstadt - Tinten-Toner-Tankstation - Foto: Anton Launer
Ab Montag in der Johannstadt – Tinten-Toner-Tankstation – Foto: Anton Launer

9 Kommentare

  1. „Pfotenhauer Straße“ ist ungefähr so richtig wie „Budapestersalat“. Zu DDR-Zeiten hatte man aber tatsächlich auch die Grillparzerstraße mit „Grillparzer Straße“ beschriftet.

  2. Tja die Verbreiterung der Köni wird eh noch eine Katastrophe – ich bin gespannt.

    Außerdem überschätzen viele Läden, wieviele Kunden per Auto anreisen. Wäre mal interessant dazu harte Zahlen aufzunehmen. Viele kommen auch zu Fuß und Fahrrad. Denen wäre der Parkplatz egal.

    Trotzdem viel Erfolg drüben!

  3. Es ziehen auch weitere Läden weg oder machen bis auf weiteres zu (aber noch online), wie z.B. das Reisebüro Elke Karl, wobei das wohl erst in einem halben Jahr passiert, wenn vor der Tür tatsächlich aufgebaggert wird.
    Die Johannstadt kann jedenfalls gern Ladenexilanten aufnehmen, so verteilt sich die neustädter Ballung mal etwas über die Reststadt. Also ein Gesundungsprozess aufgrund allerdings unfreiwilliger widriger Bedingungen. Danach aber bitte weite die Reststadtteile beleben, anstatt nur wieder alles auf die winzige Neustadt aufzuballen. Danke.

  4. Ich freue mich auf den Umbau und das man endlich eine Lösung gefunden hat, das man mit dem Auto und Rad gut und sicher durch die Stadt kommt, wenn alles fertig ist. Umleitung und Behinderungen im Verkehr gehören nun mal dazu. Und an die ewig gestrige, die Welt und und Provinz Dresden, vor allem die Blase Neustadt dreht sich weiter!

  5. @TomDD
    Frag dann mal zB die Leute in der Rudolph-Leonard-Str wie sicher die sind, wenn die ganzen Linksabbieger durch die Straße geleitet werden. und zwar nicht bei der Bauphase, sondern final. Auch sonst gibt es jede Menge Unsinn bei der Ausbauvariante. Die zähle ich jetzt aber nicht alle auf.

    Und hier nochmal eine Faktenuntermauerung meines vorigen Kommentars: https://findingspress.org/article/24497-local-business-perception-vs-mobility-behavior-of-shoppers-a-survey-from-berlin

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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