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15 Minuten für die Brücke der Zukunft: Carolavote endet am 19. Juli

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Die Online-Abstimmung zum Wiederaufbau der Carolabrücke läuft noch bis Sonntag, 19. Juli 2026. Mit der Umfrage Carolavote möchte die Landeshauptstadt herausfinden, welcher der vier Entwürfe für die neue Brücke die größte Zustimmung erhält.

Die vier Entwürfe: oben links: FHECOR und TSSB; oben rechts: GRASSL und gmp Architekten, unten links: Schüßler-Plan und DKFS; unten rechts: LAP und Knight Architects; GRASSL und gmp Architekten.
Die vier Entwürfe: oben links: FHECOR und TSSB; oben rechts: GRASSL und gmp Architekten, unten links: Schüßler-Plan und DKFS; unten rechts: LAP und Knight Architects; GRASSL und gmp Architekten.

Seit dem Start der Abstimmung am 13. Juni 2026 haben nach Angaben der Stadt bereits mehr als 14.000 Bürger ihre Stimme vollständig abgegeben. Hinweise auf missbräuchliche Mehrfachteilnahmen liegen bislang nicht vor. Eine detaillierte Prüfung erfolgt nach dem Ende der Abstimmung.

Knappe Viertelstunde einplanen

Die Abstimmung besteht nicht nur aus der Auswahl eines Favoriten. Stattdessen führt das Voting Schritt für Schritt durch die vier Entwürfe der beteiligten Arbeitsgemeinschaften. Dafür sollten rund 15 Minuten eingeplant werden.

Zunächst werden die Konzepte in den Bereichen Städtebau, Architektur, Verkehr und Technik miteinander verglichen. Dabei können die Vor- und Nachteile der einzelnen Entwürfe bewertet werden. Erst zum Abschluss folgt die Frage, welcher Brückenentwurf insgesamt bevorzugt wird.

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Die vier Konzepte verfolgen unterschiedliche Ansätze. Ein Entwurf setzt auf eine bewusst schmale Brücke. Ein anderer sieht zwei Brückenteile vor, damit die Straßenbahnverbindung früher wieder in Betrieb gehen kann. Wer die Umfrage durchläuft, erhält einen Überblick über die Unterschiede der vier Vorschläge. Zudem können eigene Prioritäten und Anregungen für den weiteren Planungsprozess eingebracht werden.

Die Carolabrücke 2024 nach dem Teileinsturz - Foto: Archiv Anton Launer
Die Carolabrücke 2024 nach dem Teileinsturz – Foto: Archiv Anton Launer

Ausstellung und Brückencafés im Stadtforum

Wer sich vor der Abstimmung über die vier Entwürfe informieren möchte oder Unterstützung bei der Teilnahme benötigt, kann die geführten Ausstellungsrundgänge oder die Brückencafés im Stadtforum an der Waisenhausstraße 14 besuchen.

Auswertung beginnt nach Ende der Abstimmung

Ab Montag, 20. Juli 2026, wertet die Stadt die Abstimmung aus. Die Stimmen werden datenschutzkonform analysiert und auf Plausibilität geprüft. Damit sollen mögliche Mehrfachteilnahmen ausgeschlossen werden.

Die Ergebnisse der Umfrage gehen zunächst an das Begleitgremium. Das Bürgervotum und die Empfehlung des Expertengremiums bilden die Grundlage für die weiteren Beratungen. Anschließend gibt das Begleitgremium eine Empfehlung an den Stadtrat weiter.

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Der Stadtrat entscheidet im September 2026 über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams für den Wiederaufbau der Carolabrücke.

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10 Kommentare

  1. Die „knapp“ 15 Minuten sind übrigens sehr optimistisch angesetzt. Wenn man versucht, die Konzepte ernsthaft zu erfassen (und genau darum geht es in diesem Format ja), muss man deutlich mehr Zeit einplanen. Ich bin der Meinung, trotz gutem Willen nicht alles im Detail durchdrungen zu haben und saß dennoch weit über einer Stunde in der Umfrage.

  2. Die Reihenfolge der Bilder laut Bildunterschrift scheint mir fehlerhaft zu sein.

  3. Die Reihenfolge der Bilder stimmt nicht mit den Büros überein… Rechts oben ist Grassl, links unten Schüßler, rechts unten LAP.

  4. Danke. Jetzt sollte es stimmen. Ich habe die einzelnen Entwürfe jetzt noch mal im Bild gekennzeichnet, per Klick kann man das Bild vergrößern.

  5. Ich hab dort meine Stimme schon vor einiger Zeit abgegeben. Und ja, 15 Minuten reichen bei einer gewissen Gründlichkeit nicht. Ich habe mir vor jedem Klick alle zugehörigen Abbildungen angeschaut und auf mich wirken lassen. Letztlich habe ich mir Zeit gelassen und es immer mal wieder mit einem anderen Handgriff unterbrochen. Ich war dann auch so bei wahrscheinlich einer Stunde.
    Ich fand die ganze Abstimmung gut gemacht. Nur die jeweiligen Abbildungen der Büros fand ich manchmal schlecht vergleichbar.

  6. Bei aller Liebe zu Demokratie und Mitbestimmung: Bei Entscheidungen zu derart technischen Themen wie einer Brücke hoffe ich, daß die Rufe und Meinungen der nicht fachlich bewanderten Bürger ( mich eingeschlossen) nicht sonderlich hoch gewichtet werden. ich bin sehr froh, das es eine Kommission aus Fachleuten gibt, die das beruflich machen. Deren Empfehlung traue ich erheblich mehr als meinem Bauchgefühl.

  7. Nicht die Bildchenreihenfolge (^oben) oder das Bürgervoting (eh auf Gestalterisches fixiert, weniger techn. Detailvertiefung) sind das Problem, sondern der am Ende Alles entscheidende Stadtrat mit derzeit auto-ideologischer Dominanz meist älterer Leute. Die sehen keine Brücke 2035ff für ihre Kinder und Enkel, sondern setzen sich ein Eigendenkmal der autogerechten Stadt und Zeit, also ein Denkmal der 60er und 70er Jahre, da sie banalerweise eben da geprägt wurden. Daß sie damit einen Quadratkilometer bester Innenstadt in die Tonne hauen, ist denen auch nicht bewußt. Um die große Schneise von Brücke bis hinterm Georgplatz ist seit dem Weltkrieg nichts bis fast nichts entstanden, was man als „echte Stadt“ bezeichnen könnte. Verschwendung pur, für Nichts, außer eben ihre stramme KFZ-Ideologie.
    Das ist übrigens eine Schwäche der „Demokratie“, oft Expertenjurys oder -gremien einzusetzen, am Ende entscheiden aber seltsame (oft fachferne) Politniks, subjektiv und nach Parteidisziplin. Das ist echt Murx. Kann mir gut vorstellen, daß in mancher (hierzulande verteufelten) „Autokratie“ einfach die Experten per Ordre entscheiden, und dort die Leute das so ganz gut finden, wird hier nur nie medial mal berichtet…
    Aber schönes Wortspiel: in Dresden herrscht somit ganz klar auch eine Auto-Kratie, bei dieser ideologischen Verbohrtheit aus den 1970er Jahren.
    Gilt freilich für ganz Autoland D, hier ist alles dem Automobil sowie der Autoindustrie letztendlich untergeordnet.

  8. Und ich muß hier hinzufügen: Statt solchen absehbaren Murx sollte Dresdens Stadtrat mehr (Brückenpapst Steffen) Marx wagen. Marx statt Murx! Marx ist die strahlende Zukunft. Auf gehts: Mehr Marx wagen!!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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