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Aktionstag gegen Kleinmüll: 56 Verwarnungen wegen Zigarettenkippen

In der vergangenen Woche führte der Gemeindliche Vollzugsdienst der Landeshauptstadt Dresden einen Aktionstag gegen den sogenannten Kleinmüll durch. Im Mittelpunkt standen weggeworfene Zigarettenkippen im öffentlichen Raum.

Weggeworfen ist die Kippe schnell, die Zersetzung dauert aber bis zu 15 Jahre - Foto: Anton Launer
Weggeworfen ist die Kippe schnell, die Zersetzung dauert aber bis zu 15 Jahre – Foto: Anton Launer

Die Einsatzkräfte kontrollierten mehrere stark frequentierte Orte im Stadtgebiet. Dazu zählten zentrale Plätze, Haltestellen und Parkanlagen. Auch in der Dresdner Neustadt fanden Kontrollen statt. Überprüft wurden unter anderem der Albertplatz und der Bahnhof Neustadt.

56 Verstöße festgestellt

Im Laufe des Tages stellten die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes insgesamt 56 Verstöße gegen die Vorschriften zur Abfallentsorgung fest. Die betroffenen Personen erhielten vor Ort ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die Maßnahme der Aufklärung und Sensibilisierung dienen. Bei festgestellten Verstößen folgen jedoch Konsequenzen.

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Die Linke

13 Einsatzkräfte in zivil

An der Aktion beteiligten sich 13 Mitarbeitende des Gemeindlichen Vollzugsdienstes. Sie arbeiteten in Teams mit jeweils zwei bis drei Personen. Die Kontrollen erfolgten in ziviler Kleidung. So sollte das Verhalten im öffentlichen Raum realitätsnah beobachtet werden. „Erfreulicherweise wurden bei den Kontrollen in den beiden Neustädter Bereichen insgesamt lediglich zwei Verstöße festgestellt“, sagt Alexander Buchmann vom Presseamt. Dies deute darauf hin, dass das Bewusstsein für die Problematik der Vermüllung durch Zigarettenkippen in diesen Bereichen offenbar vergleichsweise höher ausgeprägt ist.

Weitere Kontrollen geplant

Die Stadt plant weitere Kontrolltage zu verschiedenen Themen. Zigarettenfilter enthalten Kunststoffe und Schadstoffe. Diese Stoffe belasten Böden und Gewässer. Sie können Tiere gefährden. Nach Angaben des Umweltbundesamtes können bereits einzelne Zigarettenstummel erhebliche Mengen Wasser mit Schadstoffen belasten. Auch für den städtischen Reinigungsdienst stellt die Entsorgung von Kippen eine Herausforderung dar. Wie aufwändig die Straßensäuberung von Kippen ist, lässt sich in einer Reportage von Pieschen-Aktuell nachlesen.

8 Kommentare

  1. Sehr gut. Darf gern öfter durchgeführt werden. Gern auch kombiniert mit Streifen am Elbufer.

  2. Kippen auf versiegelten Straßen, sind nicht so das Problem, die sieht man und kann sie wegfegen. Aber wenn ich an die unzähligen Kippen allein auf der Apark-Wiese denke, jeden Tag aufs neue, die räumt niemand weg, dort spült der Regen die 70 Giftstoffe schön ins gemeinschaftliche Grundwasser. Im Prinzip ist die ganze Sache verloren, kaum jemand liest Pressemeldungen der Stadt bzw handelt danach. Regeln sind immer nur für die anderen da. Die HundehalterInnen haben oft auch nichts anderes zu tun, als bei Eintritt in den Apark nach der blauen Wanne des OA/GVD zu schauen. Armseelig, wie die Kippenschei.e. Amen.

  3. Großartig! Gern mehr Kontrollen!
    Ich muss auch mal ein Danke ans Amt da lassen. Im Wald war immer zur gleichen Zeit ein Mann, der selbst bei Waldbrandwarnstufe seine Kippen in den Wald warf. Meine Hinweise wurden Ernst genommen und der Mann tatsächlich konfrontiert. Seither keine neuen Kippen mehr an der Stelle, wo er pausierte. Ich hätte ihn zwar aufgefordert diese zu entfernen aber naja. Es gibt übrigens handliche Taschenascher für wenig Geld. Kostenlos gibts auch kleine Einmachgläser.

  4. Finde ich absolut richtig. Als Mutter von Kindern macht mich sowas einfach nur wütend. Meine Kinder hatten als Babys selbst schon Zigarettenstummel im Mund, weil irgendwelche Leute ihre Kippen achtlos auf Spielplätzen auf den Boden werfen. Viele denken immer noch: Ist doch nur eine Kippe. Das ist giftiger Müll.

    Auf Gehwegen, in Parks oder sogar auf Spielplatzen hat sowas nichts verloren. Es ist einfach respektlos gegenüber anderen. Dieses Wegwerfen und Zertreten, als hätte sich das Problem damit erledigt, ist ein echtes Unding. Danke an die Kontrolleure und Bitte mehr Kontrollen und gern auch höhere Strafen.

  5. Auch der Großmüll, wie Pizzaschachteln, Leihfahrräder und -roller sind ein Problem, besonders weil man darüber nicht einfach so hinweglaufen kann.

  6. Top Aktion. Ein Teil meiner rauchenden Freunde sammelt anfallende Kippen fleißig in zusammengefalteten Papierresten oder klemmt sie sich behelfsmäßig unter die Schnürung am Schuh. Das Bewusstsein bei einigen Rauchern ist also da, was mich sehr freut.
    Nun könnte man diesem ollen Laster auch gleich ganz abschwören und neben den direkten Kosten für den Kauf von Tabak & Co. auch gleich noch die Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden reduzieren. Auf der anderen Seite unterhält dieses System viele Arbeitssplätze – wie immer nicht so einfach. Naja, ich träume mal weiter und sammle Kippen vom Bürgersteig mit der Zange auf…

  7. Würden wir alle Kippen die wir, nur vor unserem Haus, verursacht durch die rauchenden Hausbewohner, vom Gehweg, aus dem Beet und von der Strasse, die wir schon aufgesammelt und entsorgt haben, einfach in die Briefkästen der Verursacher getan hätten, würde da keine Post mehr reinpassen. Zumindest kennen wir die Marken, die die Bewohner rauchen. Vermutlich gelten wir als etwas sonderlich, wenn wir den Dreck anderer Menschen wegmachen….. Wir machen es trotzdem, bevor es Kleinkinder in den Mund stecken.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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