In den frühen Morgenstunden ist in Dresden das angekündigte Blitzeis eingetroffen und überzog Straßen, Fußwege und Fahrzeuge mit einem teilweise mehrere Millimeter dicken Eispanzer. Seit 2 Uhr ist der Winterdienst der Stadt Dresden im Einsatz, auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben sich intensiv auf das Wetter vorbereitet.

Wie die Dresdner Polizei meldet, kam es seit Mitternacht im Bereich der Polizeidirektion Dresden zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Dabei wurden bis 10 Uhr insgesamt 68 Unfälle registriert, sieben Menschen wurden verletzt. Dies sind fast so viele Verkehrsunfälle wie sonst innerhalb von 24 Stunden.
Die Polizei verweist auf die bestehende Pflicht, bei winterlichen Bedingungen mit geeigneter Bereifung zu fahren. Außerdem wird zu vorsichtiger und vorausschauender Fahrweise geraten.
Winterdienst seit 2 Uhr im Einsatz
Seit 2 Uhr sind 48 Einsatzkräfte mit 42 Streufahrzeugen im Dresdner Stadtgebiet unterwegs. Vorrang haben Hauptverkehrsstraßen, Höhenlagen, Gefällestrecken, Buslinien und Brücken. Besonders an Steigungen gibt es noch Probleme. Anlieger sollen Gehwege streuen. Erlaubt sind Sand, Splitt und Granulat. Steinsalze dürfen nur in Ausnahmefällen verwendet werden, etwa an Hydranten oder Treppen. Am Morgen zeigte sich diesbezüglich in der Neustadt ein unterschiedliches Bild, während an vielen Stellen gut gestreut war, gab es dennoch einige Rutschpisten auf den Fußwegen. Die seit dem Vormittag steigenden Temperaturen sorgen nun auch für Gefahr von oben. Schneeschilde können ins Rutschen geraten.

Blitzeis sorgt für Verzögerungen im Nahverkehr
Das Straßenbahnnetz der Dresdner Verkehrsbetriebe konnte in der Nacht durchgehend bedient werden. Eine vorbeugende Behandlung der Fahrleitungen mit Glycerin zeigte Wirkung. In den Betriebshöfen musste am Morgen Eis manuell entfernt werden. Seit 6 Uhr fahren die Straßenbahnen weitgehend planmäßig. Rutschende Autos verursachen vereinzelt Verspätungen.
Beim Busverkehr gab es größere Probleme. Verkehrsmeister prüften zunächst die Strecken, bevor die Busse starten konnten. Besonders Bergstrecken waren schwer befahrbar. Seit 5:45 Uhr verlassen die ersten Busse die Betriebshöfe. Die Bergstrecken am Stadtrand stehen weiterhin im Fokus der Leitstelle. Dort hat Sicherheit Vorrang vor Pünktlichkeit. Wie die DVB melden ist der Linienbetrieb seit 8 Uhr auf den meisten Buslinien gewährleistet, es kann auf einzelnen Linien noch zu Verzögerungen kommen.
Auch an Haltestellen und Zugängen besteht weiterhin Rutschgefahr. Winterdienste der DVB und beauftragte Firmen arbeiten an der Beseitigung der Glätte. Bis alle Bereiche abgestumpft sind, kann es noch bis zum Vormittag dauern.























Herrlich anzusehendes Fahhradspektakel auf der Kamenzer und Louisenstraße. Die ganz harten Radler rutschten, fielen oder eierten herum. Ganz nach dem Motto:
‚Hier fahre ich, Glatteis weiche von meinem Wege!‘
Das Glatteis wich selbstverständlich nicht und so bekamen einige Superradler eine kalte Straßenkopfnuss verpasst. Ich wünsche den gefallenen Helden von Herzen GUTE BESSERUNG und eine zweite Kopfnuss vom Onkel Doktor obendrauf.
Einige Radler können es sich leider auch nicht aussuchen. Ich denke da an die Lieferanten diverser Dienste.
@Malte Hugo
Was ist denn das für ein furchtbarer Unsinn. Wenn sich kein Mensch mehr auf die Strasse traut müssen Lieferdienste also das Leben ihrer Mitarbeiter riskieren. Die Biotonnen wurden gestern übrigens auch nicht geleert. Nachvollziehbarerweise! GUTE GÜTE
Habe beim sturzfreien Rumeiern von meinem Fahrrad aus beobachtet, wie einige Fußgänger beim dynamischen Schritt aus der Haustür direkt den Lausitzer Granit küssten. Auf Arbeit machte sich das bemerkbar, die Zahl der Wartenden war spürbar höher. Das Kollegium behandelte aber wie immer ohne Häme und Kopfnüsse sämtliche Anwohner, Autofahrer, Fußgänger. Meines Wissens übrigens keinen Fahrradfahrer, ich bin aber nicht allwissend.
Mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn und den wenigen geräumten Radwegen ging es gestern ganz gut, die Fahrbahnen der Hauptstraßen waren – zumindest als ich unterwegs war – frei. Das Problem waren die glatten Gehwege und die Nebenstraßen. Also war zu Fuß oder per ÖPNV auch keine Alternative.
Die sollen halt alle Auto fahren!!1!
Bin gestern zwischen 7:30 und 8:00 von der Neustadt an den Postplatz gelaufen. Mir ist kein Streufahrzeug begegnet. Alle Fußwege ungestreut, der Albertplatz eine Eisfläche. Haltestellen weder geräumt noch gestreut. Das gleiche auf der Augustusbrücke, pure Rutschbahn.
Wo immer DVB und Winterdienst aktiv waren, auf meiner Strecke jedenfalls nicht.