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Mann auf Förstereistraße überfallen

Am Sonntagabend hat gegen 20.20 Uhr eine Männer-Gruppe einen 20-jährigen Iraker auf der Förstereistraße zwischen Timaeus- und Jordanstraße angegriffen. Der Mann wurde leicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kamen die Angreifer mit mehreren Autos zum Tatort und attackierten dort den Mann. Die von Augenzeugen alarmierte Polizei war schnell vor Ort und konnte von elf Männern im Alter zwischen 21 und 52 Jahren die Personalien feststellen. Das waren allesamt türkische Staatsangehörige.

Die Polizei hat nun Ermittlungen, unter anderem wegen Landfriedensbruch eingeleitet und will die Hintergründe der Tat aufdecken.

Polizeimeldung - Foto: Florian Varga
Polizeimeldung – Foto: Florian Varga

12 Kommentare

  1. Warum gibt es keine Informationen zu einem „Sprung“ von der Waldschlösschenbrücke am Ufer Johannstadt am Sonntag gegen 16 Uhr. Es gab großes Polizei aufkommen. Krankenwagen traf 5 min später ein. Die Person landete unterhalb des Fahrradweges und des Fundaments auf der Wiese? Vermeidet die Polizei solche Meldungen?

  2. @Martin: Ja. Aus Gründen der Nachahmungsgefahr wird in der Regel über Suizide bzw. Suizid-Versuche nicht berichtet. Es sei denn, die Öffentlichkeit ist in erheblichem Maße betroffen.

  3. Ich verstehe bei solchen Meldungen immer nicht „Personalien festgestellt“. Ich meine, wenn sie den offensichtlich angegriffen und verletzt haben, warum werden die dann nicht mal wenigstens für ein paar Stunden mitgenommen, inklusive Autos abschleppen, weil sie die ja nicht mehr selber wegfahren können. So ein bisschen Konzequenzen des eigenen Handelns SOFORT spüren hätte doch was.

    Mein Sohn hatte im Simmel was für 99Cent mitgehen lassen, da war Tamtam. Ich musste hin, ihn abholen und 75€ zahlen (direkt aus der Spardose genommen). Das hat Wirkung gezeigt.

  4. Hallo Vater, meines Wissens ist es so, wenn einem Tatverdächtigen ein konkreter Tatvorwurf zu machen ist, wird er auch mitgenommen (siehe Dein Sohn), hier gab es aber eine Gruppe von Männern, bei denen unklar ist, wer überhaupt an der Tat beteiligt war. Die alle mit auf’s Revier zu nehmen, wäre wohl unverhältnismäßig und erinnert mich irgendwie stark an die Zeit vor 1990.

  5. Wenn man den alten Spruch „mitgegangen mitgehangen“ nicht mag, kann man ja die anderen wenigstens wegen unterlassener Hilfeleistung in Gewahrsam nehmen. Vielleicht is das Beispiel auch nicht krass genug, aber erinnern wir uns and den Amerikaner, der im Gesicht verletzt wurde weil zu Hilfe geeilet ist, auch da kam der Täter zunächst auf freien Fuß. Absolut uverständlich und nicht hinnehmbar!

    Was das wirklich Schlimme daran ist: Es erzieht allen den letzten Rest Zivilcourage ab. Wenn ich einschreite, bin ich am Ende der Dumme und der oder die Täter werden geschützt!

  6. Lieber Vater, auch bei dem Angriff in der Linie 7 war es so, dass der zuerst als alleiniger Täter vermutete flüchtig war, dem anderen wurde keine konkrete Tat vorgeworfen, daher kam er wieder frei. Als sich der Tatverdacht gegen ihn erhärtete, wurde er dann festgenommen. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, hätte man dann die halbe Straßenbahn wegen unterlassener Hilfeleistung in Gewahrsam nehmen sollen? Ich denke, solche Situationen vor Ort sind komplexer, als man es sich so vorstellt.

  7. Guten Tag Herr Launer,

    In ihren Artikeln über Straftaten und Ordnungswidrigkeiten verwenden sie fast immer die Nationalität der Straftäter. In einer Zeit in der die Medien um Transparenz ringen ist das verständlich. Aber ich finde es persönlich etwas angebrachter zu erwähnen wenn die Straftat im Kontext zu der Nationalität steht. Wie und warum haben sie sich so entschieden?

    Liebe Grüße
    Pascal

  8. Lieber Pascal, als ich die Meldung zuerst las, nahm ich an, dass es sich möglicherweise um einen Überfall zwischen verschiedenen politischen Gruppen handelt, daher fragte ich diesbezüglich bei der Polizei nach. Soweit ich mich erinnern kann, gab es in den vergangenen Jahren keinen gleichartigen Überfall türkischer Männer in der Neustadt, daher hielt ich es für erwähnenswert.

  9. Wertester Herr Pascal,

    da es sich vermutlich um einen gezielten und geplanten Überfall handelte, finde ich die Einordnung schon sinnvoll. Wenn rechte oder linke Gruppierungen kämpeln, wird dies auch erwähnt. Ich, als Neustädter, finde diese Einordung seitens Anton sinnvoll.

    Hochachtungsvoll, der Daniel

  10. Ich finde sehr wohl, dass man die Nationalität nennen sollte und zwar immer. Nur so kann man sich ein Bild machen, wer hier überwiegt. Sind es Nordafrikaner, türkische Mitbürger oder pöbelnde deutsche Dynamo Fans. Auch bei dem Angriff auf die Bahn zu Silvester hätte ich das gerne gewusst. Das ist weder rassistisch noch ein Geheimnis. Diese Informationen zu unterschlagen macht erst recht angreifbar!

  11. Lieber Thomas, in der Silvesternacht ist am Bischofsplatz meines Erachtens niemand festgenommen worden. Auch wurden keine Personalien aufgenommen, daher sind auch die Nationalitäten der Beteiligten unklar.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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