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Präzisionsarbeit mit Laser auf Holz, Glas und Metall

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Ob Hochzeitsgeschenk, Architekturmodell oder Firmenschild: Clemens Töpfer graviert und schneidet die unterschiedlichsten Materialien. Seit 2024 betreibt der 36-Jährige seine Lasermanufaktur auf der Schwepnitzer Straße in der Dresdner Neustadt.

Schutzbrille auf, Laser an. Virtuos bedient Clemens Töpfer das Gerät. Foto: Anton Launer
Schutzbrille auf, Laser an. Virtuos bedient Clemens Töpfer das Gerät. Foto: Anton Launer

Es riecht ein wenig verbrannt. Ein roter Lichtstrahl tanzt über das Metall. Dann lässt Clemens Töpfer den Schalter los. Der Lichtstrahl erlischt. Auf dem Metallplättchen ist ein feines Muster entstanden. „Ich kann hier fast alles gravieren“, sagt er und holt zum Beweis einen riesigen runden Stein hervor. Mit ein paar Handgriffen legt er den Stein in die Maschine und schließt die Klappe. Dann beginnt der Laser zu gravieren. „Das ist für eine Künstlerin“, sagt Töpfer. Die wird später die feinen Gravurlinien mit Gold füllen und den Stein in ein Kunstwerk verwandeln.

Die Geräte in dem Hinterzimmer an der Schwepnitzer Straße arbeiten hochpräzise. In der feinsten Einstellung kann Töpfer mit einem 0,02 Millimeter starken Laserstrahl Schriftzüge und Muster auf unterschiedliche Materialien bringen. Holz, Glas, Metall, Leder, Stein oder Kunststoff – die Liste der möglichen Werkstoffe ist lang.

Mit seinen zwei Lasermaschinen ist er in der Lage, auch ungewöhnliche Formate zu bearbeiten. Foto: Anton Launer
Mit seinen zwei Lasermaschinen ist er in der Lage, auch ungewöhnliche Formate zu bearbeiten. Foto: Anton Launer

Die Lasermanufaktur gründete Töpfer bereits im Februar 2020, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie. Zuvor hatte er fünf Jahre lang in einem anderen Unternehmen Erfahrungen mit der Lasertechnik gesammelt. Seit 2024 hat seine Firma ihren Sitz auf der Schwepnitzer Straße 1.

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Töpfer stammt aus Coswig und hat ursprünglich Industriekeramiker gelernt. Seit seinem 13. Lebensjahr ist er in der Neustadt zu Hause. Beruflich probierte er einiges aus. Er arbeitete im Messebau, im Ladenbau, auf einer Müllhalde und in einer Bar. Beim Start in die Selbstständigkeit vor sechs Jahren half ihm ein Mikrodarlehen der Sächsischen Aufbaubank.

Vom Architekturmodell bis zum Firmenschild

Töpfer arbeitet für Unternehmen ebenso wie für Privatpersonen. Er fertigt Schilder, graviert Geschenke, schneidet Bauteile für Modelle oder bearbeitet Einzelstücke. Auch mit Dresdner Rave-Kollektiven hat er bereits zusammengearbeitet. Zu seinen Kunden zählen unter anderem die Bars Kokolores im Hecht-Viertel und Dalival auf der Louisenstraße. Für Architekturstudent*innen schneidet er beispielsweise Bauteile für Modelle und bietet günstigere Konditionen an.

Laser im Einsatz: Das Gerät bündelt die Lichtstrahlen derart, dass sie sich in das Material fressen. Foto: Anton Launer
Laser im Einsatz: Das Gerät bündelt die Lichtstrahlen derart, dass sie sich in das Material fressen. Foto: Anton Launer

Seine Maschinen können Flächen von bis zu 130 mal 90 Zentimetern bearbeiten. Holz und Acrylglas lassen sich beispielsweise bis zu einer Dicke von 20 Millimetern schneiden. Auch Rundumgravuren sind möglich. Dabei dreht sich der Gegenstand um seine eigene Achse.

Aufträge auch für Privatkunden

Die Preise berechnet Töpfer nach Aufwand. Zum Materialpreis kommen die Einrichtung der Maschine und die Bearbeitungszeit hinzu. Kunden können online bestellen. Wer möchte, kann aber auch persönlich in der Werkstatt vorbeikommen und sogar bei der Bearbeitung zusehen. Er übernimmt auf Wunsch den gesamten Ablauf von der Planung bis zum fertigen Stück.

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Neue Aufträge kamen vor allem durch Mundpropaganda und Empfehlungen zustande. Inzwischen läuft das Geschäft nach seinen Angaben ordentlich. Allerdings spürt auch Töpfer, dass viele Menschen derzeit sparen. Deshalb möchte er verstärkt Privatkunden erreichen.

Die Lasermanufaktur mit Chef Clemens Töpfer. Foto: Anton Launer
Die Lasermanufaktur mit Chef Clemens Töpfer. Foto: Anton Launer

Die Lasermanufaktur

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