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Aus Rosis wird Esche: Neuer Club startet im November

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Im alten Gebäude an der Ecke Eschenstraße und Dammweg tut sich etwas. Drinnen wird geputzt, geräumt und renoviert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen den alten Glanz wieder zum Vorschein bringen. Wo einst das Flower Power und später Rosis Amüsierlokal für lange Nächte sorgten, soll nach gut einem Jahr Pause wieder gefeiert werden.

An der Kreuzung Eschenstraße, Dammweg eröffnet Mitte November das Esche Tanzlokal. Foto: Anton Launer
An der Kreuzung Eschenstraße, Dammweg eröffnet Mitte November das Esche Tanzlokal. Foto: Anton Launer

Bereits am Donnerstag kommender Woche, dem 29. Oktober, sollen der Grüne Salon und das Hellmuts wieder eröffnen. Max Tronick führt durch die Räume. Die Billardtische stehen noch leicht eingestaubt in Reih und Glied. Wie früher wird es einen Raucher- und einen Nichtraucherraum mit jeweils sechs Tischen geben.

Neu ist die Möglichkeit, die Billardtische online zu reservieren und gleich zu bezahlen. Dazu kommen Kickertische und einige Dartscheiben. Besonders stolz ist Tronick auf die Steeldart-Anlagen mit Kameraunterstützung.

Max Tronick und Vanessa Trinks führen den Grünen Salon und Hellmuts. Foto: Anton Launer
Max Tronick und Vanessa Trinks führen den Grünen Salon und Hellmuts. Foto: Anton Launer

Im Untergeschoss wartet noch etwas mehr Arbeit. Das Burgerrestaurant Hellmuts wird komplett umgestaltet. Am Angebot soll sich dagegen wenig ändern. Auf der Speisekarte stehen weiterhin Burger mit Fleisch sowie vegetarische und vegane Varianten, dazu Fingerfood, Salate und Getränke.

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Esche Tanzlokal

Die größte Veränderung steht in den ehemaligen Rosis-Räumen bevor. Zuletzt war dort das NachtEck beheimatet. Mit der Insolvenz des Hauptmieters, der Rockin Food & Drinks GmbH, war auch für das NachtEck Schluss.

Gerüchten zufolge versucht das ehemalige NachtEck-Team seit einiger Zeit, den früheren Lobo-Club an der Louisenstraße wiederzubeleben (Neustadt-Geflüster vom 20. September 2025). Zuletzt waren dort erneut Renovierungsarbeiten zu beobachten.

Am Dammweg übernehmen nun drei andere Akteure der Dresdner Musikszene die Clubräume. René Heinrichs, Mark Greiser und Eric Zech haben dafür eine gemeinsame Firma gegründet. Unter dem Namen „Esche Tanzlokal“ wollen sie den Club vor allem als Livemusikspielstätte wiederbeleben.

„Wir haben hier Platz für bis zu 200 Personen“, sagt Zech. Geplant seien durchaus zwei bis drei Konzerte pro Woche. An den übrigen Abenden soll vor allem Indie-Musik laufen, außerdem sind Partys mit DJs vorgesehen.

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„Wir wollen Crash the Ballroom wiederbeleben“, sagt Greiser und erinnert damit an die frühere Partyreihe. Heinrichs verweist auf einen geplanten Studitag mit vergünstigtem Eintritt und günstigeren Getränken.

Mark Greiser, René Heinrichs und Eric Zech führen den neuen Club Esche Tanzlokal. Foto: Anton Launer
Mark Greiser, René Heinrichs und Eric Zech führen den neuen Club „Esche Tanzlokal“. Foto: Anton Launer

Die drei kennen sich in der Dresdner Musikszene aus. Zech veranstaltet selbst Konzerte an verschiedenen Orten, Heinrichs engagiert sich im Tolerave-Verein und Greiser ist im Öffentlichkeitsarbeit für diverse Unternehmen tätig.

Bis zur Eröffnung bleibt allerdings noch einiges zu tun. Die alten Clubräume gleichen derzeit einer großen Baustelle. Mitte November soll es so weit sein.

Erste Konzerte sind bereits in Planung. Auf der Bühne stehen sollen unter anderem Veronica Fusaro, Fräulein Luise und Ell. „Wir freuen uns über weitere Bandanfragen“, sagt Zech. Neben Livemusik soll es künftig auch Stand-up-Comedy geben.

Historisches

Die Geschichte des Gebäudes reicht bis ins ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Um 1899 verlegte der Dresdner Schokoladenfabrikant Richard Selbmann seinen Firmensitz an die Schönbrunnstraße 5. In unmittelbarer Nachbarschaft entstand entlang des Dammwegs seine Schokoladenfabrik. Selbmann gehörte neben Jordan & Timaeus zu den ältesten Schokoladenherstellern Dresdens.

Nach der Wende wurde das Gelände zum Ausgehviertel. Hier gab es unter anderem die Clubs „Flower Power“ und „Nubeatz“. Im Jahr 2009 übernahm die Rockin Food & Drinks GmbH die Räume und eröffnete Rosi’s Amüsierlokal.

Früher wurde hier Russisch Brod hergestellt. Ausstellungsstück im Schokoladenmuseum Dresden. Foto: Anton Launer
Früher wurde hier „Russisch Brod“ hergestellt. Ausstellungsstück im Schokoladenmuseum Dresden. Foto: Anton Launer

Neustadt-Kiez

Grüner Salon, Hellmuts und Esche Tanzlokal sollen künftig unter dem gemeinsamen Namen „Neustadt-Kiez“ auftreten. Dazu entsteht auch ein gemeinsamer Internetauftritt. Die Website ist bereits erreichbar, befindet sich allerdings noch im Aufbau.

  • Grüner Salon und Hellmuts: Wiedereröffnung am Donnerstag, 29. Oktober 2026
  • Esche Tanzlokal: Eröffnung für Mitte November 2026 geplant
  • Adresse: Eschenstraße, Ecke Dammweg, Dresden-Neustadt
  • Weitere Informationen: neustadt-kiez.de
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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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