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Parken soll teurer werden

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Die Stadt Dresden will im kommenden Jahr die Parkgebühren erhöhen. Damit soll der öffentliche Parkraum stärker gesteuert und zugleich auf gestiegene Kosten für Bau und Unterhaltung der Verkehrsflächen reagiert werden. Nach Angaben der Stadt decken die Einnahmen durch Parkgebühren den Aufwand für Investitionen, Instandsetzung und Unterhaltung im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr bislang nicht annähernd.

Parkscheinautomat auf der Louisenstraße - Foto: Anton Launer
Parkscheinautomat auf der Louisenstraße – Foto: Anton Launer

Die Gebühren wurden zuletzt vor 2021 angepasst (Neustadt-Geflüster vom 26. März 2021).

Für die Neustadt sind zwei Änderungen geplant: Zum einen sollen nun auch Teile der Inneren Neustadt der Zone 1 zugeordnet werden, zum anderen steigt der Stundenpreis in Zone 1 von 2,40 Euro auf 3 Euro, in Zone 2 von 1,50 Euro auf 1,80 Euro. Das Tagesticket von Montag bis Samstag kostet derzeit 12 Euro. Nach der Vorlage der Stadtverwaltung soll dieser Preis beibehalten werden. Der Preis für den Tagestarif an Sonn- und Feiertagen soll von derzeit 6 Euro auf 8 Euro steigen.

Ein Ergänzungsantrag der Grünen, in der Zone 1 das Tagesticket abzuschaffen, wurde bei fünf Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen im Stadtbezirksbeirat abgelehnt.

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Der gesamten Vorlage stimmten die Räte mehrheitlich zu. Dagegen sprachen sich CDU und Team Zastrow aus, der Vertreter der AfD war nicht anwesend. Die Vorlage tingelt nun durch alle Stadtbezirke und verschiedene Ausschüsse. Auf dem Weg zum Stadtratsbeschluss sind durchaus noch Änderungen möglich.

Parktarifzonen - Quelle: Stadtverwaltung Dresden
Parktarifzonen – Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Preisübersicht – geplante Parkgebühren ab 1. Juni 2027

Parkgebühren Zone 1 Zone 2 Zone 3
Mo–Sa, pro Stunde 3,00 € 1,80 € 1,50 €
Mo–Sa, Tagestarif 12,00 € 7,00 € 6,00 €
Sonn- und Feiertage, pro Stunde 2,00 € frei frei
Sonn- und Feiertage, Tagestarif 8,00 € frei frei

Während die Zonen 1 und 2 klar umrissen sind, gilt die Zone 3 gewissermaßen für das übrige Stadtgebiet – sofern dort Parkscheinautomaten aufgestellt sind. Auf der Neustädter Elbseite betrifft das nur zwei Automaten am Schloss Albrechtsberg. Auf der anderen Elbseite gibt es an der Universität und in der Johannstadt einige Zone-3-Automaten. Eine Übersicht der Parkscheinautomaten gibt es im Themenstadtplan.

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13 Kommentare

  1. es gibt leider noch etliche Straßen in der Neustadt, in denen es noch nichtmal Automaten gibt. Dresden ist wohl do wohlhabend, das man auf die Gebühren verzichten kann.

  2. Ich begrüße die Erhöhung ausdrücklich. Öffentlicher Parkraum ist gerade in der Neustadt ein knappes Gut und darf deshalb auch seinen Preis haben. Dass höhere Gebühren möglicherweise den einen oder anderen davon abhalten, sein Fahrzeug dort abzustellen, wäre ein durchaus willkommener Nebeneffekt. An eine spürbare Reduzierung des Verkehrs glaube ich allerdings nicht.

    Im Gegenzug erwarte ich zeitgemäße Zahlungsmöglichkeiten: unkompliziert per App (funktioniert bereits, könnte aber etwas hübscher funktionieren) bargeldlos am Automaten und ohne unnötige technische Hürden. Dazu gehören selbstverständlich auch konsequentere Kontrollen.

    Und wenn wir schon über angemessene Preise sprechen, sollten wir die Anwohnerparkausweise nicht ausklammern. Auch das dauerhafte Abstellen eines privaten Fahrzeugs im öffentlichen Raum sollte deutlich mehr kosten als bisher.

    Wer öffentlichen Raum für sich beansprucht, sollte bereit sein, dafür angemessen zu bezahlen. Das gilt für Besucher genauso wie für Anwohner.

  3. Bewohnerparkausweis ist mein Stichwort, werden die dann automatisch für Anwohner in den Straßen angeboten, wo Parkscheinautomaten stehen oder gibt es da nur die Option mit einem Parkschein zu parken? Letzteres wären dann bei Zone 2 pro Woche 42 Euro, wobei es mir weniger um den Betrag geht, sondern jeden Tag einen Parkschein holen ist zugegeben dann doch etwas nervig ;-)

  4. „Wer öffentlichen Raum für sich beansprucht, sollte bereit sein, dafür angemessen zu bezahlen. Das gilt für Besucher genauso wie für Anwohner.“

    -> dann sollten doch auch bitte alle Fahrrad- und Motorradfahrer dafür zahlen bzw. die Bikesharing Anbieter zusätzliche Kosten den Nutzern aufdrücken. Abgesehen das die Straßen voll mit Auto sind (überraschend in eine Stadt), muss man mit dem Kinderwagen auf die Straße ausweichen, weil zahlreiche Fahrräder an Hauswände gestellt sind oder an irgendwelche Straßenschilder gebunden sind. Da ist kein ordentliches durchkommen möglich. Von den einfach abgestellten Bikesharing Fahrrädern auf den Gehwegen will ich jetzt nicht sprechen. Die meisten Motorradfahrer stellen ihre Maschinen auch einfach auf die Straße oder Gehweg, ohne ein Ticket zu kaufen. Das ist auch nicht seit gestern so!

    Bevor jemand schreibt -> „Wie will man den Halter herausfinden und zur Kasse bitten?“
    Motorräder haben ein Kennzeichen.
    Bei Bikesharing Fahrräder kann der Anbieter den letzten Nutzer über das System herausfinden.
    Bei normalen Fahrrädern wäre hoch eine Kennzeichen ala Moped praktisch oder eine Pflicht das Rad über die Rahmennummer auf sich zu registrieren.

  5. @Monsieur Calvin Candie
    damit werden die Geringverdienenden bestraft und den Wohlhabenden tut die Preiserhöhung sicher nicht weh. Wunderbar!

  6. @ ???
    … Abgesehen das die Straßen voll mit Auto sind (überraschend in eine Stadt), muss man mit dem Kinderwagen auf die Straße ausweichen, weil zahlreiche Fahrräder an Hauswände gestellt sind oder an irgendwelche Straßenschilder gebunden sind. Da ist kein ordentliches durchkommen möglich….

    Nee. Man muss mit dem Kinderwagen ausweichen, weil der Gehweg so schmal ist, weil der Platz für Auto-Parkplätze in Anspruch genommen wird. Könnte auch ein verkehrsberuhigter Bereich sein. Dann kannste den Kinderwagen auf der Straße schieben ;)

  7. @Anton: Gut, dann schauen wir mal, wie es sich entwickelt. Für mich neu ist, dass man lt. dresden.de/bewohnerparken keinen Anspruch auf einen Bewohnerparkausweis hat, wenn das bewohnte Haus nach Baujahr 1990 ist. Würde ja vermuten, dass die nicht immer alle zwingend mit Tiefgarage o.ä. sind, ist dann natürlich für die Betroffenen unschön. Was den Preis betrifft, stimme ich MCC zu, 135 EUR für 2 Jahre sind nicht in Ordnung, da wird ja gerade so die Behörde und MA finanziert.

  8. @Anton, wenn ich das richtig verstehe, wird damit auch die Zone2 ausgeweitet. Teile der Radeberger Vorstadt dürften damit neu hinzukommen.

  9. Hallo Peter, ja, stimmt. Auch gen Westen in die Leipziger Vorstadt, inkl. Hechtviertel. Aber, solange da keine Parkscheinautomaten stehen, ist das auch relativ egal. Und von Plänen einer diesbezüglichen Ausweitung ist mir nichts bekannt.

  10. Bin dafür, die Parkgebühren für Tagesgäste zu erhöhen. Dann bleibt mehr Platz für die Anwohner mit Parkausweis. 135 € für zwei Jahre finde ich angemessen und nicht zu wenig. Schließlich ist das keine Garantie auch einen Platz zu finden sondern nur die Berechtigung ihn zu nutzen, so man denn einen gefunden hat. Außerdem gehen im Sommer noch einige drauf für die Außengastronomie.

    @???: Gute Argumentation. Insbesondere die im wahrsten Sinne des Wortes „rücksichtlos“ abgestellten Fahrräder und E-Roller der Bike und Roller Sharing Firmen sind ein echtes Ärgernis. Ich finde schon, dass die da mal ordentlich zahlen könnten um vielleicht auf die Idee zu kommen, ihren Kunden eine rücksichtsvolleres Verhalten anzuerziehen.

  11. @??? Als Radfahrer ohne Auto würde ich für das Abstellen meines Rads tatsächlich zahlen.
    Natürlich in Relation zu PKWs.
    Wie sollen wir das festmachen?
    Gewicht: PKW 2t, – Rad 15 KG
    Platzverbauch: 1 PKW etwa 15 oder 20 Fahrräder. Bei großzügigen Fahrradständern mindestens 10.

    Das Argument ist inzwischen so langweilig! Aber Hauptsache Whatabout, nicht?

  12. @??? Wenn dann ein paar Autoparkplätze pro Straße zu Fahrradparkplätzen gemacht werden bin ich dafür.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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