Am 5. September 2026 soll auf dem Alaunplatz eine Demonstration gegen Brieftaubensport stattfinden.

Organisiert wird die Demonstration von der Stadttauben-Initiative Dresden und engagierten Tierschützer*innen.
Ziel ist es, auf das Leid von Brieftauben und die Probleme des Brieftaubensports aufmerksam zu machen. Gleichzeitig soll das öffentliche Bewusstsein für die Situation der Stadttauben gestärkt werden.
Treffpunkt ist auf dem Alaunplatz um 11 Uhr.

- Weitere Informationen gibt es auf stadttauben-dresden.




















In meiner Kindheit kannte ich einen Brieftaubenzüchter in Aken an der Elbe. Ich weiß noch genau, wie der seine Tauben geliebt hat. Sollte sich das in den letzten 60 Jahren so sehr geändert haben, so daß die Taubenzüchter zu Tierquälern mutiert sind? Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Vogel, der gerne fliegt, dadurch gequält wird. daß man ihn fliegen läßt.
Wenn es nicht so „Tierschützer“ gäbe, die die sowieso zu zahlreichen Tauben auch noch in eigenen Volieren weiter anzüchten, damit noch mehr im Stadtgebiet miteinander konkurrieren, würde die verbliebenen Tauben vielleicht auch ganz gut ohne Hilfe klarkommen. AuchVermieter berücksichtigen den Tierschutz bei Taubennestbeseitigung, es braucht hierfür keinen extra Verein, der meint es besser zu können als dafür ausgebildete Kammerjäger.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man Tierschutz so verstehen kann, dass man Wildtieren in der Stadt dort Schutzräume bietet, anstatt zum Beispiel sich für mehr „wilden“ Lebensraum einzusetzen, von dem dann ganze Ökosysteme und nicht eine Einzelart profitieren. Am Ende verdrängen die Tauben auch nur echte Wildvögel.
Was den Sport angeht, da fallen mir ganz andere Sportarten ein, bei denen Tiere leiden, insbesondere Pferde.
Nebenbei: Den nächsten Freak, den ich beim Füttern von Tauben (Ratten) ertappe, von dem mache ich Bilder und zeige ihn an! – In Dresden gilt ein Tauben-Fütterungsverbot: „Im öffentlichen Bereich ist es verboten, Tauben oder Ratten zu füttern.“ (§ 9 Polizeiverordnung) Verstöße können gemäß Polizeiverordnung mit einem Bußgeld bis 5.000 Euro geahndet werden.
Tauben, welche in Taubenschlägen wohnen und versorgt werden und alle paar Wochen eine Ausflug machen um dann unter Ausnutzung ihrer grandiosen Navigationsfähigkeiten zu ihrem geliebten Standort zurückkehren sind bemitleidenswert? Was für ein Blödsinn.
Mein persönliches Verhältnis zu Tauben ist spätestens seit einem Cocktail auf der Dachterrasse des Danieli in Venedig etwas angespannt. Wer einmal versucht hat, dort in Ruhe sein Getränk zu genießen, während die sogenannten „Ratten der Lüfte“ bemerkenswert hartnäckig ihre Gesellschaft anbieten, entwickelt ein eher nüchternes Verhältnis zum Thema Stadttaubenschutz.
Nun demonstriert man auf dem Alaunplatz also gegen den Brieftaubensport. Ich hoffe nur, die Tauben wissen diesen Einsatz angemessen zu würdigen und beschränken sich am 5. September aus Respekt auf ausgewiesene Demonstrationsflächen.
Immerhin dürfte die Anreise kein Problem sein. Ein funktionierender ÖPNV wird ausnahmsweise nicht benötigt.