Anzeige

Dr. Lüder Warnken im Parkhotel

Klima-Protest blockiert Albertplatz

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Mitten im Berufsverkehr stoppten am Donnerstagmorgen Aktivist*innen von Extinction Rebellion mehrfach den Verkehr am Albertplatz. Rund 15 Demonstrierende protestierten dort für besseren Hitzeschutz in Dresden. Treffpunkt war um 8 Uhr, die Aktions startete um 8.15 Uhr. Mehrfach blockierte die Gruppe die Kreuzung für jeweils sieben Minuten mit einem Banner, auf dem stand: „Stau ist lästig für Sie, Klimakollaps ist tödlich für alle“.

Extinction Rebellion blockierte den Albertplatz - Foto: Anton Launer
Extinction Rebellion blockierte den Albertplatz – Foto: Anton Launer

Alt- und Neustadt heizen sich besonders auf

Nach Angaben der Gruppe nehmen Hitzeperioden in Dresden zu. Besonders dicht bebaute Viertel wie Alt- und Neustadt gelten als problematisch: Asphalt, Beton und versiegelte Flächen speichern Wärme, sodass sich die Umgebung tagsüber stark aufheizt und nachts schlechter abkühlt. Fachleute sprechen dabei von sogenannten urbanen Hitzeinseln.

Wie konkret das Menschen betrifft, schilderte Organisator Christian Bläul anhand eines persönlichen Beispiels: Seine 87-jährige Großmutter traue sich an heißen Tagen kaum noch vor die Tür, weil die Hitze selbst nachts in der Wohnung stehen bleibe. Seine Forderung an die Stadtverwaltung: mehr Bäume, Wasser und schattige Aufenthaltsorte – „nicht irgendwann, sondern jetzt“.

Forderungen an die Stadt

Extinction Rebellion fordert von der Stadt eine konsequente Entsiegelungsstrategie, mehr Investitionen in Stadtgrün und Verschattung, die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips sowie gezielte Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Die Linke

Anzeige

TUD CAMPUS FESTIVAL

Anzeige

Come to the Woods, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Suzanne Vega am 9. Juli in Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

20. bis 10-18.Juli 2026 - Keine Ruhe, kein zurück - Christopher Street Day Leipzig

Anzeige

teilAuto

Kritik nach gescheitertem Klimakonzept

Auslöser des Protests ist auch eine Entscheidung aus dem Dresdner Stadtrat. Ende 2025 scheiterte das Klimaanpassungskonzept „Dresden wird klimafest“ mehrheitlich im Rat.

Die kleine Gruppe teilte sich auf, um auch die Seitenarme zu blockieren. Foto: Anton Launer
Die kleine Gruppe teilte sich auf, um auch die Seitenarme zu blockieren. Foto: Anton Launer

Das Konzept sollte Dresden besser auf steigende Temperaturen und Hitzefolgen vorbereiten – unter anderem mit mehr Stadtgrün, zusätzlichen Schattenflächen und dem Ausbau zur Schwammstadt. Mit der Ablehnung verlor die Stadt zugleich den Zugriff auf mögliche Fördermittel.

Die Demonstration war angemeldet und genehmigt. Vor Ort war die Polizei mit mehreren Fahrzeugen präsent. Nach derzeitigem Stand kam es zu keinen Zwischenfällen.

Anzeige

20. bis 10-18.Juli 2026 - Keine Ruhe, kein zurück - Christopher Street Day Leipzig

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Suzanne Vega am 9. Juli in Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Kieferorthopädie

Anzeige

Come to the Woods, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Radensleben Transporte

52 Kommentare

  1. Hinweis an die ganzen Neoliberalen da draußen, die noch immer gegen Klimaschutz wettern:

    bei uns im Büro herrschen 36 Grad Hitze
    keiner kann mehr klar denken, die Hirne sind Matsch

    unsere Produktivität lag heute bei vielleicht 15% des üblichen Outputs

    So „rechnet“ sich euer Sparen am Klimaschutz also: mit erheblichen Produktionsausfällen als Konsequenz

    Aber viele die Behaupten „etwas von Wirtschaft zu verstehen“ schaffen es nicht mal solche einfachen Zusammenhänge zu erfassen

    Ach und unsere Technik steht auch kurz vor der Drosselung, weil die Abwärme kaum noch abgeführt werden kann

    Erzähl mir wirklich nochmal jemand, der Kapitalismus sei eine rationale Wirtschaftsideologie …

  2. Da haben wir Neustädter sogar noch Glück mit den 50 km² Heide und dem Prießnitzgrund. Da ist es erträglich und riecht gut (wenn nicht gerade mit frischer Hundekacke dekoriert). In Berlin z.B. kriegst du ne Meise, weil mancherorts kilometerweit kein Fluchtpunkt in Sicht.

  3. Ich nehme vorsorglich den üblichen Einwand vorweg: Nein, das ist keine Strohpuppe. Ich glaube tatsächlich, dass Hitze ein Problem ist. Deshalb bin ich für mehr Klimaanlagen – und für Kernenergie, damit sie auch laufen können. Das erscheint mir jedenfalls schlüssiger, als den Berufsverkehr zu blockieren und anschließend auf mehr Schatten zu hoffen oder darauf, dass durch weniger Beton und mehr Bäume das Schlafzimmer von allein zum Iglu wird.
    Da ich gut zu Vögeln bin hoffe ich, dem @Spatz mit dieser klar formulierten Auffassung, welche meine Meinung wiedergibt, gemäß seinen kritischen Bemerkungen zu meinen üblichen Äußerungen, Genüge zutun.

  4. @Thermodynamik meets VWL-Heinis: Und warum machst Du bzw. Ihr schön mit bei dem kapitalistischen Klimawahnsinn? Produziert noch zusätzliche Serverwärme in einem offensichtlich nicht energetisch sanierten (Büro)Haus? Oder verbraucht Ihr überschüssigen Solarstrom, weil es keine Speicher dafür gibt? Und da ja offensichtlich jeder an jeden Forderungen stellen kann, wie der Beitrag suggeriert: Wem es zu warm ist, der sollte nach Norwegen ziehen und ökologische Landwirtschaft betreiben. P.S.: Wie hoch wird denn das Steueraufkommen pro Jahr von Herrn Bläul sein? Weil er immer Forderungen nach steuerfinanzierten Maßnahmen hat. Ich frage für einen lohnsteuerpflichtig beschäftigten Freund.

  5. Vollkommen legitime Demo bei diesen realitätsfernen Entscheidungen im Stadtrat… Wahrscheinlich haben die meisten Dresden davon noch nicht mal was mitbekommen.

  6. @Alles wird gut:

    Was heißt hier mit machen? ich hab lange und energisch gegen unseren Fossilen Wahnsinn gekämpft. Dafür wurde ich:

    – von der bürgerlichen Mitte beschimpft
    – von Bullen verprügelt
    – von der Systempresse diffamiert
    – wurde mir von Rechts mit dem Tod gedroht
    – etc.

    Ich hab zum Klimaschutz dazu auf ein Auto, Urlaubsflüge und Fleisch verzichtet. Greift euch also selbst an die Nase!

    Was mein Betrieb macht ist btw unverzichtbar. Unsere Geräte abzuschalten hätte arge Folgen

  7. Salut Monsieur,
    Wie funktionieren Klimaanlagen? Sie transportieren Wärme von drinnen nach draußen. Unter erheblichem Energieverbrauch. Die sinkende Temperatur im Raum geht also mit steigenden draußen einher. Das kann eine Stadt nochmal um 2 Grad mehr aufheizen. Klimatisierte Autos erzeugen gleich noch erhebliche Mengen Abgase. Abgesehen davon, dass Atomernegie kaum CO2 neutral genannt werden kann, schaut man sich Abbau, Aufbereitung und Transport von bspw Uranbrennstoff an, riesige Mengen Beton der AKW, schließlich ungeklärter Entsorgung, ist tendenziell eine eher ungünstige Betriebssituation zu beobachten, wenn Flüsse und Meere kein (entsprechend temperiertes )Kühlwasser mehr liefern. Siehe aktuell Frankreich, wo diverse Atommeiler gedrosselt oder abgeschaltet werden. Ein Blick auf die Elbe verdeutlicht vllt das Problem…

  8. Klimaanlagen mit Kernenergie betreiben? Mit Kernenergie sind doch sicher nicht die wegen der Hitze abgeschalteten Atomkraftwerke gemeint, oder? Oder sollen die Atomkraftwerke etwas mit Klimaanlagen gekühlt werden? Fragen über Fragen.

    Genießte das Klimakatastrophenwochenende und sterbt nicht an der Hitze :-). Das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was da noch kommen wird.

  9. @Alles wird gut: Wir schwitzen weiter und unsere >1500 Server bleiben an, damit Du eine Chance hast, wenn Du bei der Hitze umkippst. Das Umkippen nimmt übrigens drastisch zu und trifft nicht nur Alte, Schwache, Nichtlohnsteuerbeschäftigte.

    @Monsieur Calvin Candie: Ich bin auch für ein Kernkraftwerk im Schönfelder Hochland, am besten ein richtig fettes. Dort darf danach kein Platz mehr für Windräder sein! /ironie off

  10. @Jonk: Kurz ein Querverweis zum öffentlichen Raum und was man damit machen kann, außer ihn für Parkplätze zu nutzen – er gehört nämlich allen, nicht nur Autofahrys:

    „Seine Forderung an die Stadtverwaltung: mehr Bäume, Wasser und schattige Aufenthaltsorte – „nicht irgendwann, sondern jetzt“.“

    Ich vermute aber, dass wir eigentlich in weiten Teilen gar nicht mal so unterschiedlicher Meinung sind.

  11. Ok, Hausordnung… Lobhudelei…schwiierig! Ok, ich versuchs:
    Vielen Dank an einen anderen notorischen Vielposter hier für die Erinnerung an Susanne Daubners Präsentation des Jugendwortes 2021, die ich für wirklich lustig und gekonnt halte! Im Gegensatz zu – ach nee, das wäre jetzt kein Lob mehr… (Kennt man das Wort „Altherrenhumor“ eigentlich noch?)

  12. @MCC: so so mehr Klimanlagen und Atomkraft sind also die Lösung der Klimakriese..echt?
    Ich empfehle einen Blick zu unseren Nachbarn nach Frankreich. Da Atomkraftwerke durch Flusswasser gekühlt werden, müssen sie jetzt aufgrund der momentanen Hitzewelle vom Netz genommen werden…genau dann wenn der Stromverbrauch durch Klimaanlagen/Ventilatoren am höchsten ist. Bulls eye würde ich sagen!
    https://www.mopo.de/news/panorama/zu-heiss-frankreich-drosselt-atomkraftwerke/4846412
    Deine These würde ich deshalb nochmal überdenken. Vielleicht sind Solar und Wind doch die bessere Lösung? Mit Physik lässt sich halt nicht diskutieren :)

  13. Ich wäre für mehr Parks. Allerdings verbunden mit entsprechenden Belehrungen, Kontrollen und Konsequenzen. Wenn man sich anschaut, wie schon die Damen und Herren Gymnasiasten aus dem ach so feinen RoRo in jeder Pause den Rosengarten zumüllen, möchte ich mir gar nicht vorstellen wie die Parks in der Neustadt aussehen würden. Alles voll mit Kacke, Glasscherben und Müll und alles andere was schön gemacht wird, wird innerhalb von Tagen dem Vandalismus zum Opfer fallen. Ach ja und unsere 161 Fraktion würde auf ihre unglaublich wichtigen antifaschistischen Aktionen durch wichtige und unverzichtbare Tags hinweisen.

    @Peter: Dann doch lieber Parkplätze, wo Autos stehen, kann keine Hundekacke und kein Müll sein.

  14. @reality check

    Ich habe nichts gegen Physik – im Gegenteil. Deshalb weiß ich auch, dass aus der Tatsache, dass einzelne französische Reaktoren bei extremen Temperaturen zeitweise gedrosselt werden, nicht folgt, dass Kernenergie als Ganzes untauglich ist.

    Nach derselben Logik müsste man Photovoltaik verwerfen, weil sie nachts keinen Strom liefert, und Windkraft, weil Flauten vorkommen.

    Ein Energiesystem bewertet man nicht nach seinem schlechtesten Tag, sondern danach, wie zuverlässig es insgesamt funktioniert.

    Und was Klimaanlagen betrifft: Ja, sie verbrauchen Strom. Genau deshalb plädiere ich für ausreichend gesicherte Erzeugungskapazitäten. Mir erscheint das schlüssiger, als auf Kühlung zu verzichten und darauf zu hoffen, dass Hitzewellen künftig höflicher auftreten.

  15. @Seldon

    Sie haben völlig recht: Eine Klimaanlage macht es draußen nicht kühler. Sie verhindert aber, dass Menschen drinnen bei 30 Grad und mehr schlafen, arbeiten oder im schlimmsten Fall gesundheitliche Schäden erleiden.

    Ich finde es bemerkenswert, wenn ausgerechnet die Tatsache, dass eine Klimaanlage tatsächlich kühlt, nun zum Argument gegen ihren Einsatz gemacht wird. Das wirkt ein wenig so, als würde man Rettungswagen kritisieren, weil sie Verkehr verursachen.

  16. @MCC
    „Ein Energiesystem bewertet man nicht nach seinem schlechtesten Tag, sondern danach, wie zuverlässig es insgesamt funktioniert.“

    ich bewerte hier ein Energiesystem nach dem Zeitpunkt wann es gebraucht wird…spezifisch für Klimaanlagen…nachweislich sind die börslichen Strompreise in Europa durch die Drosselung der Kraftwerksleistung in Frankreich in den vergangenen Tagen in die Höhe geschossen…Stichwort Verhätnis Angebot und Nachfrage. Nun korreliert aber das Auftreten von großer Hitze sehr häufig mit der Erzeugung von viel Solarstrom…deshalb mein Vorschlag von Solarenergie.

    „Nach derselben Logik müsste man Photovoltaik verwerfen, weil sie nachts keinen Strom liefert, und Windkraft, weil Flauten vorkommen.“

    Nein, denn Photovoltaikanlagen sind im allgemeinen an einen Batteriespeicher gekoppelt…zumindest jedes mir bekannte Balkonkraftwerk. Ein Atomkraftwerk mit Akku ist mir nicht bekannt. Von dem netten strahlenden Erbe für die nächsten 1000 Generationen und dem Fehlen jeglicher Atommüllendlager möchte ich jetzt gar nicht anfangen.

    Auch ist deine ganze Klimaanlagenverherrlichung sehr kurz gedacht und gesamtgesellschaftlich egoistisch. Ich nehme an Du hast eine Klimaanlage, die Du wahrscheinlich mit 100% Atomstrom betreibst. Das ist sehr schön für Dich, herzlichen Glückwunsch. Frag mal den Bauern Deines Vertrauens, was er von Deiner Idee hält. Oder die Leute, die während der letzten Flut abgesoffen sind. Wie schon andere bemerkten hilft die Klimaanlage nur dem Eigentümer, ist aber im Großen und Ganzen (gesamtenergetisch) gesehen nicht effizient…sie lindert die Symptome für einzelne, aber bringt rein gar nichts gegen die zugrundeliegende Erkrankung. Mit dieser (und dem Atommüll) müssen sich dann die nachfolgenden Generation auseinandersetzen und nicht wir. So etwas nennt man Egoismus. Und dagegen ging wohl auch der Protest oben im Artikel.

  17. Herr B. kann sagen, was er will, mir jedenfalls egal… er sollte seiner Grossmutter mal ne Klimaanlage spendieren, wenn ihre Gesundheit ihm so am Herzen liegt… eine kühle Wohnung ist für ältere Menschen eine echte Wohltat. ;-)
    ..reden und fordern kann jeder, echt kindisch.

  18. @ Thermodynamik meets VWL-Heinis

    „Erzähl mir wirklich nochmal jemand, der Kapitalismus sei eine rationale Wirtschaftsideologie …“

    Realitycheck gefällig? Schau dir DAX an!

    Wenn Mensch bei Wärme nicht mehr denken kann: KI kann es um so besser. Aller Strom für die KI! Kein Strom mehr für faule Homo S.! Empathie ist überbewertet.

  19. Eine Allianz aus CDU, Team Zastro und der rechtsextremen AFD hat damals gegen das Klimaanpassungskonzept gestimmt. Und das trotz mit der CDU im Vorfeld im Ausschuss abgesprochener Kompromisse (https://la-dresden.de/2026/01/15/das-klimaanpassungskonzept-scheitert-im-dresdner-stadtrat/).
    Und das (https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/dresden-auf-dem-weg-zur-schwammstadt/) hat die Stadtentwässung zum Thema Schwammstadt zu sagen (gehabt).

  20. Salut Monsieur,
    Ja klar, Klimaanlagen kühlen Innenräume, teilweise auf Temperaturen, die schon wieder absurd niedrig sind. Es gibt auch in Regionen, die eher nicht als schneesicher gelten, indoor-Skiressorts. Die nötige Energie ist da schon nicht ganz unwesentlich…Besser wäre imho, architektonisch und stadtplanerisch für weniger aufgeheizt Städte zu sorgen. Da gibt’s teils Jahrtausende alte Erfahrungswerte. Davon ab ist es nur wenigen Menschen möglich, die heißen Tage im Inneren auszusitzen. Da sind dann aus genannten Gründen Klimaanlagen eher contraproduktiv. Das wäre dann in etwa so, als würden ihre Rettungswagen durch die Fußgängerpassage brettern…
    Was die AKW angeht, beträgt die Mindertleistung aktuell ca 7..10% Tendenz steigend. Das Problem ist zumindest momentan noch eher, dass das erwärmte Kühlwasser in ohnehin schon überhitzt Gewässer zurückgeleitet wird und hier das Ökosystem, soweit noch vorhanden, empfindlich stört. Die anderen problematischen Aspekte der Kernenergie, nicht zuletzt die der Entsorgung, werden in der Diskussion dann eher ignoriert. Dezentrale, skalierbare regenerative Ansätze scheinen mir da zielführender. Insgesamt ist ein geringstmöglicher Verbrauch vllt. auch keine gar so schlechte Idee.
    Aber das BIP muss ja auf Teufel komm raus gesteigert werden…
    https://youtu.be/q9UoR8YaPAU?is=LgIGW7tqAnn55uJw

  21. @Jonk: Ich nehme alles zurück mit gar nicht mal so unterschiedlicher Meinung.
    Pass auf, dass Dir kein großer Hund auf die Stoßstange vor den Kühlergrill kackt. Machen manche mangels Baum. (Und ich finde das nicht gut, schonmal vorweg.)

  22. Die Frage ist ja, wie man es wieder schafft, für echten Klimaschutz gesellschaftliche Mehrheiten zu bekommen.

    Momentan ist es für Gegner zu einfach, diesen an allen Stellen zu sabotieren. Man muss nur das Wort Klima erwähnen und die meisten Menschen blocken schon ab.

    Es gab Zeiten, da waren über einer Million Menschen dafür auf der Straße. Und es gab eine echte Lust auf Veränderung.

    Und ich hab den Eindruck, sich mit ein paar Menschen auf den Albertplatz zu stellen, bringt nicht so viel und ist vielleicht sogar kontraproduktiv. Den Leuten im Alltag noch Steine in den Weg zu legen, wo viele ohnehin genervt sind und irgendwie mit der Welt klarkommen wollen, halte ich nicht für sinnvoll. Die sind dann eher noch angepisster und wettern noch mehr gegen Veränderung.

    Besser wärs sicherlich, den Konflikt dahin zu bringen, wo er am ehesten verursacht wird: Bundespolitik und Konzernzentralen von Kohle-, Öl- und Gaskonzernen. Es gab Zeiten, da hat genau so ein Protest wirklich funktioniert hat. Und dass die Konzerne zu viel damit verdienen und den Klimawandel anheizen, darauf kann sich sicher eine Mehrheit der Menschen verständigen.

    Denn ohne die Mehrheiten wirds nicht gehen.

  23. @versteher
    Geistreicher Vorschlag! Darf ich anregen anstatt nur zwei Spuren, komplett auf den Bau der Brücke zu verzichten? Deinem Einwand folgend und auf die Diskussion bezogen dürfte sich damit damit die Stadt deutlich abkühlen und auch in den Schlafzimmern im Tal der Ahnungslosen wieder angenehme klimatische Bedingungen herrschen

  24. Erst mal ein paar Zitate:
    Monsieur Calvin Candie sagt:
    25. Juni 2026 um 17:31 Uhr
    „Deshalb bin ich für mehr Klimaanlagen – und für Kernenergie, damit sie auch laufen können.“

    Seldon sagt:
    26. Juni 2026 um 08:22 Uhr
    „Siehe aktuell Frankreich, wo diverse Atommeiler gedrosselt oder abgeschaltet werden. Ein Blick auf die Elbe verdeutlicht vllt das Problem…“

    Monsieur Calvin Candie sagt:
    26. Juni 2026 um 14:21 Uhr
    „Deshalb weiß ich auch, dass aus der Tatsache, dass einzelne französische Reaktoren bei extremen Temperaturen zeitweise gedrosselt werden, nicht folgt, dass Kernenergie als Ganzes untauglich ist.“

    Nur, um das nochmal zusammenzufassen:
    Schritt 1: Erst mal ne steile These zum Provozieren rausblasen.
    Schritt 2: Gegenargument legt dar, dass das so nicht funktioniert.
    Schritt 3: Schwächlicher Rückzug ins Allgemeine. Plötzlich geht es gar nicht mehr konkret um Klimaanlagen. Plötzlich geht es nur noch schwammig um Kernenergie „als Ganzes“. Über die aber keiner vorher gesprochen hatte.

    Aber jammern, dass man sich mit ihm nicht inhaltlich auseinandersetzen möchte. Wie denn, bei der Inhaltsleere?!

  25. @reality check
    Steigende Strompreise sind doch aus Sicht des Umweltschutzes per se nicht schlecht. Damit regt man zum Stromsparen an. Und für die 16 Grad Schlafzimmer-Temperatur Liebhaber unter uns, die es sich leisten wollen, steht ausreichend Energie für ihre Klimaanlagen zur Verfügung.

  26. @Stan: Ganz viele Punkte sind individuell beeinflussbar, da braucht es keine Politik und Proteste gegen Konzerne bringen auch wenig bis nichts. Einfach mal den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes ausfüllen und dann schauen, wie so die persönliche Bilanz ausfällt. Der Großteil wäre durch eigene Entscheidungen änderbar. Unser Durchschnitt bei den Treibhausgasemissionen liegt wohl etwa um das Zehnfache über dem was klimaverträglich wäre, siehe http://www.uba.de/n88592de.

  27. Ich glaube, dass solche Aktionen nichts bringen außer den Widerwillen der Autofahrer zu steigern.
    Gegen die wirklich großen CO2-Produzenten zu demonstrieren ist wahrscheinlich zu schwierig, also muss man die belästigen, derer man habhaft wird.

    Demonstrieren sollte man, wenn es um CO2 geht gegen
    – China
    – USA
    – Reiche Menschen
    – Die Nato
    – …

    Pro Kopf haben übrigens den meisten Ausstoß:
    – Saudi Arabien
    – Kanada
    – Australien
    – Russland

    Aber klar, Menschen, die morgens auf dem Weg zur Arbeit sind aufzuhalten, wird zu einem absoluten Umdenken bringen und keinen Verdruss.
    Bestimmt!

  28. @Stefan E.
    Ich geb dir Recht, dass man viele Sache selbst beeinflussen kann Und es ist auch wichtig, sich dass klar zu machen, dass es zu einfach ist, die Verantwortung vollständig den „bösen“ Konzernen zuzuschieben.

    Aber mit den eigenen Möglichkeiten kommt man auch ganz schnell an Grenzen, wenn man in einer Mietwohnung wohnt und eine Arbeitsstelle hat, die man nur noch sinnvoll mit einem PKW erreichen kann. (Und ich mir ein E-Auto nicht leisten kann.) Denn dann hab ich auf sehr viele Dinge, die das Klima stark beeinflussen nur begrenzt Einfluss.

    Die CO2 Bilanz steht ja in der Kritik, von BP entwickelt worden zu sein, um die Verantwortung auf Individuen abzuladen, und von der eigenen abzulenken. https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Bilanz#Aussagekraft

    Wie gesagt, ich geb dir Recht, dass man einen Einfluss hat. Aber selbst wenn ich da viele Sachen versuche, bleibt es oft Stückwerk und demotiviert, wenn man die engen Grenzen der eigenen Möglichkeiten erkennt.

    Am Ende braucht es Ideen, wie man das im großen Ganzen verändert und die Menschen Lust drauf bekommen, daran mitzuwirken.

    Als ein Beispiel sind vielleicht Balkonkraftwerke zu nennen. Da gab es eine veränderte Gesetzgebung, dass sowas überhaupt möglich ist und viele Menschen haben gemerkt, dass das eine gute Sache ist. Sie sowohl Geld sparen können, als auch etwas für die Umwelt tun. Win-Win.

    Aber das ging nur, weil es zuvor eine neue Gesetzgebung gab. Diese zu beeinflussen, halte ich für effektiver, als (plumb und zuspitzend formuliert ;) ) eine Zahnbürste aus Bambus statt aus Kunststoff zu kaufen. :)

    Am Ende wird es nur zusammen gehen. Schauen, wie man individuell etwas beitragen kann UND etwas im großen Rahmen verändert.

  29. Genau, da kann der Horst oder die Emma privat sparen was sie wollen, gleichzeitig gehen die Giga-Stromfresser einer nach dem anderen „ans Netz“ – also Chipfabriken, KI-Rechenzentren, die ganze „Elektrifizierung“ obendrein. Die Giga-Verbraucher scheinen kein Problem mit „Strompreisen“ oder „Öko“ zu haben, wird doch ALLES auf den „Kunden“ umgelegt. Wir stecken alle in diesem System drin und fest, jede individuell gutgemeinte Verhaltensänderung wird ad absurdum geführt, solange der Mega-Trend der Industrie alles überdominiert. Man sollte selbst dennoch sparen und Gutes tun, keine Frage. Aber eigentlich müßten wir eher die Endgeräte aus lassen, kaum KI nutzen, viel seltener PCs, Tabs und Handys erneuern. Dann bräuchte es weniger Chips, und weniger KI-Zentren, äh vielleicht…

  30. Ich glaube mein Vorschlag mit der zweispurigen Brücke war wohl etwas zu komplex. Ich versuche es noch einmal. Ist eigentlich ganz einfach. Wenn wir mehr Klimaschutz wollen müssen wir den Verkehr verringern. Mit einer zweispurigen Brücke kommen wir nach Einschätzung der Verkehrsexperten hin. Das restliche Geld investieren wir in Begrünnung. Klingt nicht sehr aufregend aber das wäre ein guter Baustein in Richtung klimafreundlich Stadt.

  31. @Stan: Danke für den Wiki-Link!
    Die Schuldverschiebung passt zum Green Deal, von dem VdL inzwischen ja wieder Abstand genommen hat.
    Man könnte angehangene Entwicklungen wie zum Beispiel die CO2-Abgabe auch als Mittel sehen Geld per Gesetz locker zu machen.

    Aber Hauptsache, man hat ein paar Menschen daran gehindert pünktlich zur Arbeit zu kommen, Also die, die die Abgaben und Steuern bezahlen.

    Ich wünsche mir, dass die Proteste an die richtigen Stellen getragen werden.
    Aber die sind wahrscheinlich nicht so geduldig wie ein paar Autofahrer am Albertplatz!

  32. Klimaanlagen, Photovoltaik, Windräder, Kernkraft…. – Was für eine sinnlose Diskussion!

    Google: ourworldindata How have the world’s energy sources changed over the last two centuries

    und dann bitte das entsprechende Diagramm anschauen. Kohle, Öl und Gas sind die wesentlichen Energieträger dieser Welt und werden es auf absehbare Zeit bleiben. Ob wir (hier oder auch global) ein paar Solarpanel oder KKW mehr oder weniger haben, ist völlig egal.

    Das einzige, was einem Leben halbwegs im Einklang mit dem Rest des Planeten zuträglich wäre, wäre die Verringerung der Bevölkerung auf den Stand, den sie VOR dem Ausgraben großer Mengen fossiler Brennstoffe hatte.

    Wir Deutsche waren da übrigens auf einem guten Weg. Dumm nur, dass Politker von AfD bis Grüne nach wie vor auf die Erhöhung der Bevölkerungszahl setzen, nur jeder auf andere Weise. Da wird das wohl nichts werden.

  33. Wie so oft verstehe ich den Kontext nicht: Da blockieren 15 Personen die Kreuzung zweier Bundesstraßen, um gegen die ohne Frage verantwortungslosen Versiegelungsaktionen (Altmarkt, Kulturpalast, Gymnasium Tolkewitz…) der auf der anderen Elbseite residierenden Stadtverwaltung zu protestieren? Sie blockieren willkürlich Autofahrer, die mit den Entscheidungen der Kommune, des Denkmalschutzes und anderer Begrünungsverhinderer so rein gar nichts zu tun haben. Ich wage zu bezweifeln, dass dies auch nur einen Millimeter zum durchaus richtigen und notwendigen Ziel führt.

  34. @Schweesdo Onie
    Eigentlich ist es eine schlüssige Abhandlung aber eventuell liegt es daran, dass du die gegenseitigen Argumente aus dem Zusammenhang reißt und nicht vollständig abdruckst. Mein Hinweis, dass nachts die Sonne nicht scheint oder das Windrad sich nicht immer dreht, wird gar nicht beachtet. Mich wundert es auch, dass du deinen Beitrag nicht noch eine deiner kreativen Ergänzungen ähnlich nicht Homosexuellen vs. veganen Speisekarten hinzufügst.

    Weil es in Frankreich nicht funktioniert bedeutet es nicht, dass es generell nicht funktioniert. Wasserknappheit herrscht im übrigen nicht überall. Auch wäre hier ein guter Hebel die Preise zu erhöhen. Es funktioniert nicht, alle Menschen gleich zusetzen, so romantisch diese Vorstellung sein mag. Es wird immer die geben die es sich leisten können oder wollen oder eben nicht. Und da du ja immer nach Argumenten gierst, über die du dich dann auslassen kannst:

    Eventuell will nicht jeder was für Klimaschutz tun, zumindest nicht wenn er sich damit einschränken muss. Damit meine ich nicht, dass dies eine zu unterstützende Lebenseinstellung ist sondern nur, das jeder andere Interessen hat die ihm wichtig sind. Entweder weil für ihn die prophezeiten Gefahren nicht so schlimm erscheinen oder weil es ihm egal ist, was in 20,30 oder gar 50 Jahren passiert. Und dazu noch ein zweiter Gedanke:
    In der Zeit in der wir hier diskutieren, hat China schon das nächste Kohlekraftwerk gebaut. Ich bezweifle, dass wir die Welt im Alleingang retten und damit will ich nicht sagen: Klebt euch doch in China auf die Straße sondern, dass es versiertere Lösungen brauch als vor gestressten Autofahrern zu demonstrieren.

  35. @Marcus: Da ist sie wieder. Die Unschärfe. Demontrieren gegen Reiche. Je nach Rechenmethode gilt in Deutschland als reich: Ab 57.919€ Jahreseinkommen greift der Spitzensteuersatz. Eine andere Definition sagt, 5.700€ brutto monatlich sind das 2,5 fache des Meridian und bedeuten Einkommensreich. Aber auch: Wer 3.529€ brutto monatlich als Single bekommt, gehört zu den oberen 10% der Einkommenbezieher. Kommt noch das eigentliche Vermögen. Ab 477.000€ Vermögen gehört man zu den oberen 10% der Vermögenden (gestaffelt – bis 30 Jahre 71.000€, bei 55- bis 59-jährigen 625.000€). Bei diesen Zahlen gehört schon ein erklecklicher Teil der bei z.B. Infinion beschäftigen Neustädter dazu. Und bei den heutigen Neubaupreisen sind auch Eigentumswohnugsbesitzer dies und jenseits der Stauffenbergallee als reich anzusehen. Also demonstriert Herr B. aus D. doch an der richtigen Stelle? Oder ist es vielleicht doch etwas komplexer als gedacht? Ist nun ein Besitzer von Infinionaktien im großen Stil, der die Fabriken in Dresden finanziert und daduch einen Neustädter zu einem (kleinen) Reichtum verhilft ein Guter oder ein Böser? Wobei ich bei den anderen vorgeschlagenen Demonstrationsorten ganz bei Dir bin. (Quelle Zahlen: Merkur.de 16.04.2026)

  36. @DSR: Ja Deutschland hatte mal eine Vorreiterrolle bzgl. Bevölkerungsreduktion. 6 Mio Juden, 26 Mio Sowjetbürger und der Rest läppert sich auch noch zu paar Mio….
    Aber grundsätzlich ist Dein Malthussianer Ansatz einfach falsch. Auch 8..9 Mrd könnten auf der Erde ein auskömmliches Leben führen, wenn es denn darum und nicht um Profitmaximierung ginge….

  37. Unsere Äberschten setzen auf „das persönliche vernünftige Verhalten der Bürger“ (In der SZ gelesen). Das enthebt sie von: Entsiegelungsprogramm, Begrünungsprogramm, Schwammstadtprogramm und anderen Aktionen, den Klimaveränderungen vorrausschauend zu begegnen …

  38. @awg: Dass die Berechnungsmethoden teils hanebüchen sind, heißt ja nun nicht, dass es Reiche, Millionäre, Milliardäre nicht gibt. Im Gegenteil dienen die ja gerade dazu, sich als Normalverdiener bei Steuerdiskussionen usw auf deren Site zu stellen, weil man sich selbst betroffen wähnt. Die paar Tausend Leute, die den größten Teil des Vermögens besitzen, tauchen den Statistiken nie auf, sind aber umso mächtiger und einflussreichen. Und zerstören die Welt weit überproportional…

  39. @Katrin: Genauso ist das: Autofahrer sind immer dem Fall der völlig falsche Ansprechpartner. Warum stellen sich die Damen und Herren Protestierenden denn nicht vor die Stadtverwaltung oder vor den Landtag, dann hätten ihre Proteste wenigstens gleich den richtigen Adressat und im besten Fall vielleicht sogar einen direkten Ansprechpartner, wenn sich traut einer rauszukommen…

    @ Marcus (27. Juni 2026 um 16:31 Uhr): So ist es. Wenn dein Stromverbrauch zu Hause zu hoch ist, bringt es auch nichts, die LED Schreibtisch Lampe auszuknipsen, sondern den Trockner auslassen und die Wäsche im Hof aufhängen bringt messbare Veränderungen…

  40. @seldon-x
    Woher kommt die Annahme, dass hier ausschließlich Normalverdiener kommentieren? Mit solchen Aussagen baust du Strohpuppen, um mal ein Zitat zu gebrauchen.

    Und ja Kapitalismus ist an allem Schuld. Vor allem daran, das wir uns hier über zu viel Beton in der Stadt beschweren können. Länder und Systeme, die dem Kapitalismus versuchen auszumerzen (sofern sie überlebt haben) diskutieren in dieser Zeit wohl eher darüber, was es wann und wie zu essen gibt, oder ob das Licht angeht wenn man nach Hause kommt. Wobei die Frage ist, ob eine Diskussion überhaupt stattfindet oder man dafür direkt abgeholt wird um auf den sozialistischen Weg geführt zu werden…

  41. Hallo Monsieur,
    Sie springen immer zum nächsten Punkt, ohne zunächst mal auf die früheren Argumente einzugehen. Und dann noch mit, nun ja „Strohpuppen“. Wo hab‘ ich denn behauptet, es würden im NG nur „Normalverdiener“ kommentieren. (Was würde das, davon abgesehen, an den Argumenten ändern?)
    Städtebaulich hat in der Tat auch der real-existierende Sozialismus seine „Problemviertel“, aber seien wir ehrlich, die Nachkriegsarchitektur war hüben wie drüben oft grottig. Der Kapitalismus hatte, nebenbei, inzwischen auch schon wieder fast 40 Jahre Zeit, einige Scharten auszuwetzen. Die Ergebnisse sind denn doch eher ernüchternd. Den sozialen Aspekt bezahlbaren Wohnraums mal ganz außen vor.
    Ihre Anspielung auf Kuba disqualifiziert Sie einmal mehr, liegen dessen Probleme doch nun sehr erkennbar an 60 Jahren Embargo, Sanktionen, kaltem Krieg und Isolation durch Völkerrechtsbruch seitens der USA und Desinteresse an diesem seitens der EU. Klingbeil konnte vor kurzem kein Sanktionsregime erkennen. So jmd. leitet das Außenministerium!

  42. Ok, nice Diskussion…wir sind jetzt also bei Systemkritik angekommen. Gut, Kapitalismus funktioniert ohne Frage… aber halt nur zeitlich begrenzt. Er ist der Natur abgeschaut: der Größere frisst den Kleineren und jeder frisst soviel er kann. Aber, um beim Beispiel der Biologie zu bleiben: Bei der Weinerzeugung fressen die Hefen soviel und so schnell Traubenzucker wie sie können,vermehren sich und machen als Abfallprodukt Alkohol. Der killt dann aber ab einer gewissen Schwelle die ganze Kultur. Ende Gelände. Das ist in unserem Verständnis enorm effizient … aber halt auch nicht nachhaltig und das was wir anstreben. Die Frage ist ob Menschen tatsächlich „besser“ und weitblickiger sind als Pilze und Tiere. Sieht gerade nicht so aus.

  43. Ach Du Scheiße, ist das ne traurige Zusammenkunft hier. Und es wird von Tag zu Tag trauriger. ;-/

    @Anton: Lass Dich ma drücken! Wie hältste das denn aus… jeden Tag Familienfeier mit allen Verwandten.

  44. @Peter
    Ja es ist traurig und kostet Energie, aber ich halte es gerade in der heutigen Zeit für absolut nötig, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen noch miteinander diskutieren. Muss natürlich immer mit Respekt und Abstand passieren! Aber vielleicht haben wir dann irgendwann nicht mehr Angst vor der nächsten Landtagswahl wie momentan. Das ist zumindest meine Hoffnung.

    @Anton
    Vielen vielen Dank dafür! Ich liebe das Neustadt Geflüster und bin seit 15 Jahren begeisterter Leser :)

  45. @seldon: Ich weiß nicht, warum hier immer gleich Nazi-Anspielungen kommen müssen. Ich bezog mich auf die natürliche Bevölkerungsentwicklung, die – ohne Zuwanderung nach dem 2. Weltkrieg – heute bei etwa 60 Millionen wäre. Tendenz stark fallend.

    Und wie 8-9 Mrd. Menschen ein „auskömmliches“ (also ein nur halbwegs dem heutigen Standard entsprechendes) Leben führen können, ohne dass wir in Massen Kohle, Öl und Gas ausgraben, habe ich nicht verstanden. Billige Energie ist die Grundlage unseres heutigen Wohlstandes. Transport, Beton, Straßen, Chemie, Halbleiter, Rechenzentren, … – wie hängen an Öl + Co wie der Junkie an der Nadel.

    Ich empfehle 2 Minuten Ulrike Herrmann. Hört sich an wie von der AfD, ist aber bei der TAZ.

    https://www.youtube.com/watch?v=olDlgNMP_IQ#t=8m8

  46. Hallo DSR, Malthus stellte die These auf, dass die Menschheit exponentiell wächst, die Nahrungsmittelproduktion aber nur linear Schritt halten kann. Die Folge seien unweigerlich Hungersnöte, Kriege und Seuchen als „natürliche“ Regulationsmechanismen.
    Er argumentierte sozialdarwinistisch und lehnte bspw Unterstützung von Armen als unnütze Überbevölkerung ab. Heute erlebt die Schnittmenge aus Malthusianismus und Rechtsextremismus im sogenannten Ökofaschismus eine Renaissance:Rechtsextreme Attentäter (wie in Christchurch oder El Paso) und extremistische Gruppen argumentieren neomalthusianisch, dass der Klimawandel und die Umweltzerstörung durch die globale Überbevölkerung – insbesondere im globalen Süden – verursacht werden.Die „Ökologie von rechts“ nutzt den Malthusianismus, um rassistische Migrationsabwehr, geschlossene Grenzen und die Aufgabe internationaler Solidarität als „Überlebensnotwendigkeit“ für das eigene Volk darzustellen. Der link zum Faschismus liegt also auf der Hand. Welche Bevölkerungsgruppen sind denn zuviel? Wer entscheidet das und was machen wir mit denen?
    Auch wenn niemand nach D-Land eingewandert wäre, wären die Menschen ja trotzdem da, halt woanders. Die einkommensstärksten zehn Prozent der Deutschen haben 28 Prozent der CO2-Emissionen verursacht.
    Das reichste obere Prozent war trotz geringer Personenzahl für acht Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich (jeweils bezogen auf den CO2-Ausstoß von Privatpersonen).https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-reichtum-vermoegen-co2-fussabdruck-ausstoss-reiche-100.html
    Nur 50 der weltweit reichsten Milliardär*innen emittieren in nur 90 Minuten mehr klimaschädliche Treibhausgase als der globale Durchschnitt in einem ganzen Leben. Diese Emissionen entstehen primär durch extreme Konsummuster, exzessive Flüge im Privatjet, Megayachten und CO₂-intensive Anlageinvestitionen.Das reichste 1 Prozent: Dieses oberste Perzentil ist laut der tagesschau.de für ebenso viele Emissionen verantwortlich wie die unteren zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung (ca. 5 Milliarden Menschen)
    Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen rund 76 bis 82 Prozent des gesamten globalen Vermögens, während die ärmere Hälfte der Menschheit sich den verbleibenden Bruchteil von etwa 2 Prozent teilen muss. Nur etwa 1 Prozent der Erwachsenen weltweit sind US-Dollar-Millionäre, doch sie vereinen fast die Hälfte des weltweiten Gesamtvermögens auf sich. Die reichsten Milliardäre der Welt besitzen dabei teilweise mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der gesamten Weltbevölkerung zusammen. Wie ist das nun mit dem Lebensstandard: Indien, Brasilien, Indonesien bewegen sich aktuell ungefähr im Rahmen der CO2 Neutralität mit 2…3 Tonnen/Jahr/Kopf. D-Land dreimal so hoch USA 7x, Katar 13x…https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167877/umfrage/co-emissionen-nach-laendern-je-einwohner/#google_vignette
    Jetzt lassen wir den Hyperverbrauch der 1% weg, investieren in Nachhaltigkeit statt Panzer und verzichten auf Erdbeeren im Winter und meinetwegen Kreuzfahrten oder so…vllt reicht trotzdem nur für nen Lebensstandard wie 1990 in Europa, dann aber für alle, so what

  47. @MCC
    „Mich wundert es auch, dass du deinen Beitrag nicht noch eine deiner kreativen Ergänzungen ähnlich nicht Homosexuellen vs. veganen Speisekarten hinzufügst.“
    Selbstverständlich wundert Sie das. Es gibt aber Menschen, die aus ihren Fehlern lernen und die dann NICHT wiederholen – so abwegig Ihnen das auch erscheinen mag. Na ja, es ist nicht jedem gegeben…

  48. @seldon: Ich finde in der Tat, dass sich mit weniger Menschen wesentlich besser im Einklang mit der Natur leben läßt, bei gleichem Standard. Das ist nur logisch, nicht rechtsradikal.

    Eine Bevölkerungsdichte von 235 Einw./qm wie in Deutschland bedeutet, dass jeder einzelne im Prinzip ein Quadrat von 65×65 Metern für sich beanspruchen kann. Und davon leben müßte. Also wohnen, sich ernähren, im Winter heizen, dazu noch etwas Kultur und vielleicht auf noch technische Spielereien wie ein Auto oder einen Laptop unterhalten. Weil das schlecht geht, stapelt man Menschen in Hochhäusern, importiert Energie, etc… Also ich fände da 23 Einw./qm charmanter.

    > Welche Bevölkerungsgruppen sind denn zuviel

    Da man die, die schön länger hier leben, schlecht rauswerfen kann, sollte man zumindest nicht aktiv daran arbeiten, neue in Massen hinzuzuholen. Weder aus wirtschaftlichen (Gastarbeiter, Fachkräfte, etc…), noch aus völkischen (Ostaussiedler), noch aus humanitären (Flüchtlinge) Gründen. Und wenn die Einheimischen sich nicht mehr vermehren wie die Karnickel, um so besser. Es gibt keinen Grund, das ausgleichen zu wollen.

    > Auch wenn niemand nach D-Land eingewandert wäre, wären die Menschen ja trotzdem da, halt woanders.

    Ja, aber irgendwann sorgt der Druck dafür, dass die Leute weniger Kinder bekommen. Syrien als Beispiel hat seine Bevölkerungszahl seit 1960 verfünffacht, und hält sie derzeit trotz Massenflucht stabil. Die Situation ist ganz ähnlich der in Europa vor 200-300 Jahren: Viele junge Leute, wenig Perspektive, Krieg der religiösen Gruppen, Massenauswanderung. Europa hatte damals das zweifelhafte Glück, mit Amerika einen ganzen Kontinent „europäisieren“ zu können – nicht unbedingt zum Vorteil der Einheimischen. Weniger Kriege gab es deshalb daheim trotzdem nicht.

    Es ist letztlich einfach: Wenn ein Land seine Bevölkerung nicht nachhaltig trägt, leben da zuviele Menschen. Das gilt gerade auf für Deutschland, in dem es ohne externe Ölzufuhr recht finster aussähe. Man ist abhängig von anderen Staaten, was zu (evtl kriegerischen) Konflikten führen kann. Und was die vermeintlich Tragfähigkeit der Erde betrifft – Google bitte nach „Jahr ohne Sommer, 1816“. Das kann jederzeit wieder passieren.

    > Indien, Brasilien, Indonesien bewegen sich aktuell ungefähr im Rahmen der CO2 Neutralität

    Da ist es auch ein bisschen wärmer als hier. Gerade im Kontext der CO2-Neutralität ergibt es wenig Sinn, Menschen aus warmen Ländern in kalte zu verfrachten bzw. das zu fördern.

    > Die reichsten Milliardäre der Welt besitzen dabei teilweise mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der gesamten Weltbevölkerung zusammen.

    Das Vermögen ist meist virtuell. Klar gibt es ein paar Yachten, aber viele, wie z.B. Elon Musk, leben einfach ganz normal für die Arbeit der eigenen Firma, weil sie irgendwie ihr Leben füllen müssen. Kenne ich im eigenen Bekanntenkreis. Jedenfalls hierzulande sind goldene Wasserhähne eher verpönt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert