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Landfriedensbruch in der Heide

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Nach einem Angriff auf zwei Jugendliche in der Dresdner Heide ermittelt jetzt der Staatsschutz. Nach Einschätzung der Ermittler könnte es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln.

Polizeimeldung - Foto: Florian Varga
Polizeimeldung – Foto: Florian Varga

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Sonnabendnachmittag gegen 17.35 Uhr in der Nähe des Neuen Brückenwegs in der Dresdner Heide im Dresdner Stadtteil Albertstadt. Zwei 15-jährige Jugendliche hielten sich dort auf, als sie von einer größeren Personengruppe angegriffen wurden.

Die Gruppe bestand nach bisherigen Erkenntnissen aus etwa 20 Personen. Die Angreifer attackierten die Jugendlichen unvermittelt mit Schlägen und Tritten. Das Motiv der Tat ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Nach der körperlichen Auseinandersetzung forderten die Täter von einem der Jugendlichen dessen T-Shirt. Anschließend bemalten sie den Oberkörper des 15-Jährigen mit zwei Schriftzügen. Laut Polizeisprecher Marko Laske wurde „FCK NZS“ auf den Körper geschmiert, die Abkürzung für „Fuck Nazis“.

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Beide Jugendlichen wurden bei dem Übergriff verletzt. Sie mussten medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach dem Vorfall leitete die Polizei Fahndungsmaßnahmen ein. Alarmierte Beamte konnten später drei Tatverdächtige stellen. Bei ihnen handelt es sich um drei 16-jährige Deutsche.

Bei einem der Tatverdächtigen fanden die Beamten zudem ein Klappmesser. Ob das Messer im Zusammenhang mit der Tat eingesetzt oder gezeigt wurde, ist bislang nicht bekannt.

Die Polizei ermittelt zu den genauen Abläufen sowie zu möglichen weiteren Beteiligten. Aufgrund der Umstände gehen die Ermittler derzeit von einem politischen Hintergrund aus. Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Paragraph 125 Strafgesetzbuch

Um Landfriedensbruch handelt es sich nach Paragraph 125 Strafgesetzbuch (StGB) bei Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit, die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden. Das Strafmaß kann bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. (Quelle: Bundesamt für Justiz)

18 Kommentare

  1. Da ich dort um die Ecke wohne und öfters joggen gehe: Gibt’s da näheres zu erfahren? Pöbeln die Antifanten dort jetzt beliebig Leute an, oder war das ein geplanter Hinterhalt für bekannte Rechte? Wäre schön, wenn Ihr bei der Polizei nochmal nachhaken könntet.

  2. @DSR – ich vermute anhand der Schilderung mal, dass die irgendwelche rechten Klamotten getragen haben. Die Aktion darf natürlich jeder für sich selbst bewerten. Wenn du keine Nazi-Klamotten beim Joggen trägst, droht dir von den bösen Antifanten auch keine Gefahr. Es war übrigens früher Konsens, dass Faschos nix in der Neustadt zu suchen haben. Aber da ist man zuletzt deutlich rücksichtsvoller geworden. Auch wieder ein Thema, wo sich gerne jeder selbst seine Meinung bilden darf.

  3. @studi

    AHA. Die Neustadt ist also Antifa-Land?! Wir finden ja die Antifa genauso zum Kotzen wie die Faschos. Rechte wie linke Gewalt unterscheidet sich für uns irgendwie nicht so richtig. Und zumindest schmieren die Faschos nicht die Häuser mit Ihren Parolen voll. Und was ist denn früher?

    Man könnte also sagen, dass deine Meinung genauso fundiert ist wie deine Kritik an nicht veganen Angeboten in „neuen“ Kneipen….

  4. Meiner Meinung nach trägt man Nazi-Klamotten, weil man solche Auseinandersetzungen sucht. Viel zu oft findet man sie nicht und bleibt unbehelligt. Viel zu selten gehen diese Gelüste schief.

  5. Als zu ich zu DDR Zeiten an einem 13. oder 14. Februar mit dem Zug zu meiner Oma nach Dresden fuhr, kam ich in eine Kontrolle einer Zivilstreife, welche mich auf meinen Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ ansprach. Auf meinen Hinweis, dass es sich um ein von der UdSSR gespendetes Kunstwerk vor der UNO handelt, wurde erwidert, dass ich ihn trotzdem entfernen solle. Mit dem Schrecken davongekommen, vergaß ich die Angelegenheit. Erst als meine Bewerbung für eine neue Stelle abgelehnt wurde und ich „hintenrum“ erfuhr, dass der Grund dieser Vorfall war, wusste ich, dass die Sache doch nicht so folgenlos war, wie ich dachte. Später fand ich in meiner Stasi-Akte einen entsprechenden Vermerk.
    Und jetzt laufen die Nachfahren immer noch herum und überfallen 15jährige wegen ihrer Kleidung ich könnt kotzen.
    „der schoß ist fruchtbar noch“

  6. @studi: Selbst wenn die 2 „rechte Klamotten“ getragen hätten, fragt man sich schon, wie sich da plötzlich 20 Leute im Prießnitzgrund zusammenfinden, um die zu vermöbeln. Und auch ohne Träger solcher Klamotten zu sein, finde ich das bedenklich.

  7. @Nikkibude In dieser alten Zeit scheinst Du auch geistig weiterhin verortbar zu sein. Was sollte denn diese Ansteckadel bewirken bzw. ausdrücken? Wolltest Du damit etwa keine Reaktion hervorrufen? Wenn nicht, warum dann getragen? Was sollen also offen getragene Fascho-Labels bewirken, wenn nicht eine Reaktion? Hat geklappt! Ist eben nicht immer die Erhoffte. ;D
    Die Lage hat sich seit Deiner ach so dunklen traumatischen Zeit etwas verändert. Kann Mensch schon daran ablesen, dass eben jene Typen, welche 1989/90 voller Hass noch „Russen raus“ riefen, heute als angebliche deutsche Patrioten in Putins Arsch eingezogen sind. Tja…

  8. @statler & waldorf Um der guten alten Zeiten willen: „Man muss den Schneeball zertreten, bevor er zu einer Lawine wird“, sagte wer? ;D

  9. @DSR Wäre es andersherum gelaufen, gäbe es jetzt 2 Schwerstverletzte, oder gar Tote. Nur so zur Einordnung …

  10. p.s. Messer sind ein absolutes Unding! Dafür gehören auch innerhalb der Szene gelegentlich Respektschellen verteilt. … Meine Meinung! 161

  11. @DDHecht’s p.s. … nicht nur gelegentlich…

    @s&w. ja, die Neustadt ist tatsächlich Antifa-Land. Die inzwischen durchgentrifizierten ‚Szene’viertel kommen eigentlich alle aus genau dieser Richtung. Alternative Kunst, Kultur und Wohlfühlräume sind immer links(radikal). Bis die kapitalistische Verwertung kommt und die Alternativen woanders hin gehen. Mit Glück bleibt ein bisschen was vom früheren Selbstverständnis übrig, so das ein für viele Randgruppen entspannt bewohbares Viertel bleibt. Für den Kontrast zum Wohlbefinden empfehle ich einen Tagesausflug nach Leuben. Kann ich aus – „Rechte wie linke Gewalt unterscheidet sich für uns irgendwie nicht so richtig. Und zumindest schmieren die Faschos nicht die Häuser mit Ihren Parolen voll.“ – ableiten, das es ok ist jemanden aus der Straßenbahn zu werfen, solange ich keine Häuser beschmiere? Denkt Ihr ab und zu mal drüber nach, was Ihr so von euch gebt?

    zur Sache. Eigentlich ist es ja gesellschaftlicher Konsens, auf körperliche Gewalt zu verzichten. Es ist aber auch so, dass Jener, der Nazikleidung trägt, damit direkt Menschen unterstützt, die das Leben für einen Großteil der hier Lebenden unerträglich machen will. Und es ist sehr naiv zu glauben, wären die Akteure vertauscht, es bei 2 Verletzten geblieben wäre. Was willste da machen? Rosen auf den Weg streuen? Die Geschichte hat doch sehr deutlich gezeigt, was passiert, wenn man Nazis gewähren lässt und welch große Anstrengungen notwendig sind, um das wieder hinzukriegen.

    Schwerter zu Pflugscharen ist übrigens aus Micha 4,1-4 und hat eine wesentlich längere Geschichte, als die Skulptur von Jewgeni Wutschetitsch.

  12. @DD-Hechtbewohner: Ja ich weiß, die Antifa ist ja so lieb. Immerhin hat es auch Vorteile. Wenn ich mal ein neues Auto brauche und zum Verkaufen zu faul bin, dann besorge ich mir ein paar AfD-Aufkleber und stelle es vor der Kamenzer 38 ab.

  13. „p.s. Messer sind ein absolutes Unding! Dafür gehören auch innerhalb der Szene gelegentlich Respektschellen verteilt. “
    Man ist ja schließlich für die gute und niveauvolle Gewaltanwendung!

  14. „Wäre es andersherum gelaufen, gäbe es jetzt 2 Schwerstverletzte, oder gar Tote. Nur so zur Einordnung …“
    „Und es ist sehr naiv zu glauben, wären die Akteure vertauscht, es bei 2 Verletzten geblieben wäre.“
    Also wenn ich’s mir genau betrachte … diese Argumentation … Da werden 2 Personen von einer Gruppe von ca. 20 Personen angegriffen – und es wird hier damit gerechtfertigt, dass wenn die 2 Angegriffenen nicht 2 Angegriffene, sondern 20 Angreifer gewesen wären, und die 20 Angreifer nicht 20 Angreifer, sondern 2 Angegriffene, dann wäre … Das hat schon Schmiss! Und wenn ich mir jetzt mal vorstelle, dass die 2 Angegriffenen nicht 2 Angegriffene, sondern womöglich eine bis an die Zähne bewaffnete Hundertschaft von Angreifern gewesen wären – Mensch, wie gut, dass wenigstens einer von den 20 Angegriffenen (oder waren es nur 2? oder Angreifer?) ein Messer dabei hatte und uns so grad noch vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Das ist so edel!

  15. Was Ihr hier so alles interpretiert und unterstellt ist ja gewaltig! ;) Nur ändert es rein gar nichts. Zu den Schmierereien habe ich mich hier schon ausgiebig geäußert. Euer Problem ist, das alles in einen Topf geworfen wird. Die „Antifa“? Hahaha … So einen Unsinn erzählen nur ignorante Leute. Natürlich werden beschränkte Geister jetzt reflexartig reagieren und selbige Vorwürfe in den Raum stellen. Langweilig!  ;D

  16. @DSR Weil ich keine Lust habe beim Urschleim zu beginnen Folgendes: Missverständnis Nummer Eins ist wohl, das echte Antifaschisten nie den Anspruch hatten (haben konnten) gegenüber Faschisten lieb zu sein! Wie kommt man zu solchen grotesken Aussagen? Feuer ist gefährlich, richtig? Ist Gegenfeuer jetzt lieb? Hat es andere physikalisch-chemische Eigenschaften? Der Unterschied liegt faktisch in seiner Begründung. Wie heiß jemand dieses Gegenfeuer dann werden lässt, muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen, denn auch dies kann natürlich ungewollte Auswirkungen haben. 

    (Georg Elser Fanklub)

  17. @mm Ganz grundsätzlich: Wenn ich jemanden erlebe, der unbewaffnete Menschen mit einem Messer bedroht, nutze ich je nach Situation alle mir gesetzlich erlaubten Mittel, um diesen Mensch aus dem Spiel zu nehmen. Ohne Ansehen der Person!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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