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Die Linke

Tolerade macht Pause – Toleride übernimmt

Die Tolerade ist eine Demonstration, die seit 2015 einmal im Jahr mit lauter Musik, großen Lkw und vielen tausend Menschen durch Dresden zieht. Um den Ansprüchen der ständig wachsenden Veranstaltung gerecht zu werden, machen die Veranstalter*innen dieses Jahr eine Pause. Aber ganz auf eine Demonstration verzichtet der Tolerave e. V. nicht – statt der Tolerade rollt am 9. Mai die Toleride als Fahrraddemo durch die Stadt.

Bunt geschmückter Lkw auf der Tolerade 2025. Foto: Archiv Tolerave e. V./Anna Graf
Bunt geschmückter Lkw auf der Tolerade 2025. Foto: Archiv Tolerave e. V./Anna Graf

15 Lkw zählte die Tolerade letztes Jahr, 17 waren es im Jahr zuvor. „Die Demo ist so groß geworden, dass wir mit der Organisation nicht mehr hinterherkommen“, sagt Johannes vom Tolerave e. V.. Deswegen machen sie dieses Jahr eine Pause. Um sich neu zu strukturieren und Probleme zu lösen, wie zum Beispiel die Toilettensituation, die durch die jährlich wachsende Zahl von Teilnehmer*innen immer angespannter geworden ist.

Demonstration für gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt

Was 2015 als Gegenbewegung zu Pegida und dem europäischen Rechtsruck gegründet wurde, ist heute fester Bestandteil der Dresdner Subkultur und Zivilgesellschaft. Einmal im Jahr, meistens im Mai, veranstaltet der Verein Tolerave e. V. die Demonstration Tolerade. Auf der Tolerade wird für mehr gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz demonstriert. Der Verein setzt sich außerdem für mehr Awareness in der Dresdner (Sub-)Kultur- und Clubszene ein und fördert die Vernetzung von Dresdner Veranstalter*innen und Kulturschaffenden.

Nicht mehr als zehn Leute sind zuständig für die Organisation der Veranstaltung, die über die Jahre kontinuierlich gewachsen ist. „Privatleben, Arbeit, Uni werden dann schon mal hintenangestellt, wenn es in die Vorbereitungen zur Tolerade geht“, beklagt Johannes. Deshalb freut sich das Team immer über Leute, die mitwirken und anpacken wollen und die Werte des Tolerave e. V. teilen.

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Ist die Tolerade nur ein großer Party-Umzug?

In den letzten Jahren wurde die Tolerade immer problemlos von der Versammlungsbehörde als Demonstration zugelassen. Dabei galt ständig die Grenze von 90 Dezibel für Demonstrationen. Um der Stadt und den Anwohnenden entgegenzukommen, haben die Veranstalter*innen Maßnahmen zur Lautstärke-Regulation eingeführt. Die Route wurde auf breitere Straßen verlegt, die Beschallung kommt nur vom Heck der Lkw. In Gebieten mit dichter Bebauung wird selbstständig die Lautstärke reduziert, während die Musik auf offeneren Flächen lauter sein darf. Somit hat der Verein eine Ausnahme von der pauschalen 90-Dezibel-Regelung erwirken können.

Dennoch müssen sie sich regelmäßig den Vorwurf anhören, die Demonstration sei lediglich eine große Party, die mit Polizeigeleit viel Lärm macht und die Stadt vermüllt. „Wir wollen mit großem Angebot, Musik und guter Stimmung viele Leute zur Demo bringen. Damit erreichen wir viele Leute, um sie auf politische Themen aufmerksam zu machen“, meint Johannes. Politische Inhalte werden auf der Demonstration mit Redebeiträgen verbreitet. Dafür schließen sich der Demonstration jedes Jahr politische Initiativen und Kollektive an. Das Müllproblem konnte mit einem zentralen Sammelwagen und einem zuständigen Team gelöst werden. Pfand wird gesammelt und am Straßenrand stehen gelassen, damit es dort eingesammelt werden kann.

Ungefähr 20.000 Menschen haben die Tolerade letztes Jahr besucht. Foto: Archiv Tolerave e. V./Anna Graf
Ungefähr 20.000 Menschen haben die Tolerade letztes Jahr besucht. Foto: Archiv Tolerave e. V./Anna Graf

Am 9. Mai mit dem Fahrrad zu Toleride

Da der Verein dieses Jahr aber nicht ganz auf eine Demonstration verzichten möchte, findet am 9. Mai die Toleride statt. Die Fahrraddemo startet um 16 Uhr mit Redebeiträgen und Kundgebungen am Alaunplatz in der Neustadt und rollt zunächst in Schrittgeschwindigkeit zur Albertbrücke, damit auch Rollstuhlfahrer*innen bei dem Tempo mithalten können. Danach geht es in Fahrradgeschwindigkeit am Elbufer entlang über den Theaterplatz zum Postplatz. Dort folgen weitere Redebeiträge.

Die Fahrraddemonstration hat auch verkehrspolitische Inhalte auf der Agenda. Neben Initiativen, die sich für Feminismus, Barrierefreiheit und gegen Rassismus einsetzen, sind auch fahrradfreundliche Initiativen wie der ADFC, der Fuß- und Radentscheid und Verkehrswende Dresden dabei. Für die Veranstaltung bekommt der Tolerave e. V. mehrere Lastenräder von Frieda & Friedrich gestellt, ein Projekt vom ADFC. Eines der Lastenräder wird die Demonstration mit DJ und Soundsystem-bestücktem Anhänger leiten, eigene Soundsysteme sind willkommen.

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Toleride am 9. Mai 2026

Das eigene Soundsystem "Sonnensystem" wird auch dieses Jahr auf der Toleride zu sehen und zu hören sein. Foto: Tolerade e. V.
Das eigene Soundsystem „Sonnensystem“ wird auch dieses Jahr auf der Toleride zu sehen und zu hören sein. Foto: Tolerave e. V.

Afterparty bei Sektor Evolution

Anschließend geht es zur Afterparty bei Sektor Evolution. Mit den Einnahmen aus der Sektor-Party finanziert der Verein seine Arbeit, das Soundsystem und die jährliche Demonstration. Vorwürfen gegen ein fehlendes Awarenesskonzept begegnet der Club mit einem „Communicator“-Team, das für die Vermeidung von und Hilfe bei problematischen Vorfällen, Übergriffen und Missbrauch sorgen soll. Bei der Security setzt der Tolerave e. V. auf den Dresdner Sicherheitsdienst United, mit dem man bereits gute Erfahrungen gemacht hat.

Toleride-Fahrraddemo

  • 9. Mai 2026, 16 Uhr
  • Alaunplatz Dresden

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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