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Dinkx – Murkx, bunt und stabil

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Getroffen im Proberaum im Industriegelände

DinkxFoto:Johannes Haupt
Dinkx Foto:Johannes Haupt

Die Band Dinkx gibt es in der aktuellen Besetzung seit 2022. Ihr eigener Begriff für das, was sie machen: Murkx-Punk.

Die Geschichte dahinter reicht weiter zurück. Angefangen hat alles 2012 in der fünften Klasse – als Bandprojekt. Damals noch mit Bass, Klavier, Gesang und Schlagzeug.

Über die Jahre hat sich einiges verändert: Instrumente wurden getauscht, Strukturen verschoben – dazu kam Anna am Mic, die heute auch einen großen Teil der Texte schreibt.

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Und genau da beginnt meistens auch der Song: beim Text.

Wie würdet ihr euren Sound in drei Worten beschreiben?

Murkx. Bunt. Stabil.

Kommt bei euch erst Text oder Melodie?

In der Regel steht zuerst der Inhalt, danach entwickelt sich die Musik – oft angepasst an das, was gesagt werden soll.

Der Entstehungsprozess ist dabei nicht immer planbar. Manche Songs ziehen sich, werden lange ausprobiert und umgebaut. Gleichzeitig entstehen zwischendurch immer wieder neue Stücke – schnell, direkt, aus dem Moment heraus.

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Wann ein Song fertig ist, zeigt sich oft erst spät. Bei der EP war das Gefühl klar, als alles eingespielt war – auch wenn sich während der Aufnahme noch einiges verändert hat. (Was Tonmenschen ja lieben – Grüße ans EdenTonstudio.)

Inhaltlich bewegt sich die Band zwischen Gesellschaftskritik und Pop. Persönliche Themen stehen neben feministischen Perspektiven und klaren Haltungen. Oder wie sie selbst sagen: stabil halt.

Die Einflüsse haben sich über die Jahre erweitert:

Von den Toten Hosen in den Anfangstagen bis hin zu einem breiten Spektrum aus Punk, Linkin Park, New Metal und Rap – vieles fließt mit rein.

Live klingen die Songs anders als auf Aufnahme:

schneller, direkter, weniger Effekte. Der Gesang ohne Harmonien, dazu spontane Änderungen – Dinge, mit denen das Publikum rechnen muss.

Dresden spielt immer wieder eine Rolle, vor allem bei lokalpolitischen Themen – auch wenn das nicht immer direkt hörbar ist.

Die Musikszene Dresdens?

Diese haben sie anfangs als einschüchternd erlebt. Viele kommen ursprünglich aus Jena. Inzwischen hat sich das gedreht:

ein niederschwelliges Miteinander, viele Möglichkeiten – auch für größere Bühnen – und eine starke Community.

Acts, die man aus ihrer Sicht kennen sollte:

Lohrge, Amptray, SixGoodYears, Schmutz, Maskara Blue, Dosenstolz, Valy and the Vodkas, die Fingernägel – und eigentlich noch viele mehr.

Kreative Orte gibt es überall:

von der DVB bis zum Hinterhof, aber auch das Tusculum, wo sie lange ihren Proberaum hatten. Orte, an denen mit Bollerwagen, Verstärkern und viel Zeit Songs entstehen konnten.

Was als Nächstes kommt, bleibt offen:

Fest steht: Nächstes Jahr soll wieder aufgenommen werden, und Merch ist noch für dieses Jahr geplant.

Schnellfragerunde:

Studio oder Bühne?

Bühne.

Morgens oder nachts kreativ?

Nachts.

Deutsch oder Englisch?

Beides möglich.

Lieblingsort in Dresden?

Die Tomaten-WG und die Schauburg.

Kopfhörer oder Lautsprecher?

Kopfhörer.

Und nach dem Gig?

Noch ein Getränk – und bleiben, wenn noch Bands spielen.

DinkxFoto:Johannes Haupt
Dinkx Foto:Johannes Haupt

Dinkx

Über den Autor

Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster wird in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier veröffentlichen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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